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Bissige Dorstener: Ljuben Paskov (r.), stärkster Akteur der BG, rückt Dijon Smith auf die Pelle.

Basketball

BG Dorsten stürzt Spitzenreiter Hertener Löwen

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DORSTEN - Die Hertener Löwen sind die Tabellenführung in der Regionalliga West schon wieder los. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Cedric Hüsken bei der BG Dorsten mit 69:74 (12:18, 22:17, 19:15, 14:24). „Hut ab vor Dorsten. Der Erfolg geht in Ordnung“, sagte Hüsken hinterher.

Seine Mannschaft kam vor allem im ersten und im letzten Viertel gegen entfesselt aufspielende Gastgeber nicht mit. Das Team von Trainer Franjo Lukenda war bestens auf den Favoriten eingestellt, war schnell auf den Beinen und stürzte sich förmlich in jeden Zweikampf, jeden Rebound.

Das erste Viertel ging mit 18:12 Punkten klar an Dorsten, das in Ljuben Paskov den herausragenden Spieler des Abends in seinen Reihen hatte. Paskov spielte 40 Minuten durch und erzielte 23 Punkte, darunter sechs Dreier. Im zweiten Viertel wuchs die Führung der Gastgeber auf elf Punkte an (23:12, 13. und 29:18, 16.).

Die Löwen fanden erst gegen Ende der ersten Halbzeit zu ihrem Spiel. Mit vier Dreiern in Serie von Mathias Perl (2), Felix Neumann und Ryon Howard verkürzte Herten auf 33:32, ging anschließend durch Neumann sogar in Führung. US-Aufbauspieler Mike Nwabuzor rettete der BG die knappe 35:34-Pausenführung.

Trotzdem sprach in der zweiten Halbzeit zunächst alles viel für die Löwen, die nun besser trafen. Die BG schien dem irren Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. Herten lag teilweise mit fünf Punkten vorn, abzuschütteln vermochte der Favorit die BG Dorsten aber nicht. Das lag auch am jüngsten Dorstener: Andreas Altekruse, erst 16, versenkte den Ball in der letzten Sekunde des dritten Viertels aus der Distanz zum 50:53 im Korb.

Die Gäste verloren im Schlussviertel schnell wieder ihre Linie. Als Paskov in der 34. Minute seine Farben mit einem Dreier auf 61:60 nach vorn warf, waren die Gästen völlig von der Rolle. Rund vier Minute lang glückte den Löwen kein Punkt mehr, die BG ging 66:60 in Führung und gab den Vorsprung dank einer imposanten kämpferischen Leistung auch nicht mehr her.

„So kämpft eine Mannschaft, die Charakter hat“, lobte BG-Trainer Franjo Lukenda sein Team. „Die Jungs haben heute auch für einen Freund gespielt, der eine schwere Zeit durchmacht.“ Lukenda meinte BG-Kapitän Nderim Pelaj, der wegen des Todes seines Vaters in die Heimat gereist ist und das Vest-Derby verpasste.

BG Dorsten: Nwabuzor 18, Penders, Paskov 23/6, Alterkuse 5/1, Köhler 8, Budde 6, Hohmann, Fabek, Peters 9/3, Voca 5

Hertener Löwen: Jetullahi 6/2, Pflüger, Rojahn, Perl 11/2, Strubich, Volk, Penev 2, Howard 14/2, Ober, Neumann 11/2, Feldmann 3/1, Smith 22

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