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Kaum zu stoppen: Dijon Smith steigt zum Korb hoch und erzielt zwei seiner 28 Punkte.

Basketball

Heiß umkämpft und spannend bis zur letzten Minute

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RECKLINGHAUSEN - Die Hertener Löwen gewinnen das erste Regionalliga-Derby der Saison bei Citybasket mit 81:77. In Sachen Einsatz und Spannung lässt das 13. Duell der Basketball-Nachbarn keine Wünsche offen. Am Ende geben in der Vestischen Arena die größere Routine und die etwas besseren personellen Möglichkeiten den Ausschlag.

Die bessere Mannschaft ist zunächst aber Citybasket: Kein Schritt, kein Rebound, kein Hecht nach dem Ball ist den Gastgebern in der Defensive zu viel. Offensiv sind alle Recklinghäuser in Bewegung und steuern Punkte bei. Bei den Löwen funktioniert nur ein Spielzug so richtig - der auf Dijon Smith. Der 2,03 m lange Center, mit 28 Punkten der Spieler des Abends, ist sofort voll da und hält die Löwen mit seinen Punkten in der Partie.

Als sich der 29-Jährige nach sieben Minuten die erste Pause nimmt, hat Citybasket Vorteile. Nach zwei Distanztreffern von Chris Longoria und einem Korb von Juan Barga führt Recklinghausen nach dem ersten Viertel mit 25:20.

Im zweiten Viertel kann Citybasket die Führung behaupten. Zwar sinkt die Recklinghäuser Wurfquote, und David Feldmann verkürzt in der 26. Minute für die Löwen auf 35:34. Doch im Anschluss markiert Jonas Bredeck seine ersten Punkte, und der starke Center Theo Turner bugsiert den Ball per Tip-In in den Korb - 39:34. Dijon Smith setzt mit einem Freiwurf den Schlusspunkt unter Hälfte eins. Citybasket liegt zur Pause 39:35 vorn.

„So ein Derby ist auch Frage des Willens und des Einsatzes. Da war uns Citybasket in der ersten Halbzeit voraus“, sagt Trainer Cedric Hüsken hinterher. „In der zweiten haben wir dann zugelegt und waren am Ende einen Tick stärker.“

Eine Schippe drauf legt in der zweiten Halbzeit zunächst vor allem Dijon Smith, der 10 Punkte in Serie erzielt und die Löwen in der 23. Minute in Führung wirft (44:45). Jetzt ist es ein echtes Derby: Die Führung wechselt hin und her, jeder Ball ist heiß umkämpft.

„Im dritten Viertel haben wir uns zu sehr auf Sachen konzentriert, die mit Basketball nicht unmittelbar zu tun haben“, sagt Citybasket-Trainer Johannes Hülsmann nach dem Spiel. „Das hat uns das Genick gebrochen.“ Jedenfalls ist zu Ende des Viertels die Führung futsch: Ryon Howard wirft die Gäste Sekunden vor Viertelende mit einem Dreier nach vorn - 53:54.

Im letzten Viertel spricht zunächst viel für die Gäste. David Feldmann, Dijon Smith (5) und Faton Jetullahi erzielen sieben Punkte in Folge für Löwen. Doch wer meint, das 57:65 ist eine Vorentscheidung, der täuscht sich. Chris Longoria trifft in Bedrängnis fast von der Mittellinie in den Hertener Korb, Theo Turner verkürzt bis auf 63:65 (36.). In der 37. Minute versenkt Longoria den Ball erneut aus der Distanz: 68:68 - die Halle tobt.

David Feldmann stoppt den Recklinghäuser Lauf mit einem Dreier, Ryon Howard legt vier Punkte in Serie nach. Die Löwen sind wieder vorn - 68:75 (38.) Citybasket steckt nicht auf, attackiert in den letzten 90 Sekunden auf dem ganzen Feld. Bis auf 74:76 und 77:79 kommen die Gastgeber in der turbulenten Schlussphase heran. Erst mit der Sirene macht David Feldmann den Erfolg für die Löwen klar - 77:81.

Recklinghausen

: Longoria 18/4, Gilberti, Barga 4, Bruns 16/2, Turner 15, Charfreitag, Letailleur 9, Spettmann 7, Bredeck 8 Herten:Jetullahi 13/1, Pflüger, Rojahn, Perl 3/1, Strubich 2, Volk, Penev 5, Howard 15/1, Ober, Neumann, Feldmann 15/3, Smith 28

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