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Mit viel Gefühl: Mathias Perl befördert den Ball mit einem Hakenwurf über Hagens Alexander Kortenbreer in den Korb.

Basketball

Hertener Löwen festigen Platz zwei

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HERTEN - Die Hertener Löwen haben in der Regionalliga West den zweiten Tabellenplatz behauptet. Am Samstagabend besiegte die Mannschaft vorn Trainer Cedric Hüsken vor 320 Zuschauern in der Rosa-Parks-Sporthalle Verfolger BG Hagen mit 77:73 (34:35). Die Entscheidung fiel erst in letzter Minute.

Mit 73:73 ging es in die letzten 60 Sekunden. Pascal Zahner-Gothen hätte die Gäste in Führung bringen müssen, Hagens Topscorer (20 Punkte) setzte einen Korbleger an den Ring. Löwe Mathias Perl startete den Gegenangriff, servierte Faton Jetullahi den Ball perfekt in den Lauf und der verwandelte zum 75:73.

Hagens Trainer Kosta Filippou nahm eine Auszeit, um den nächsten Angriff vorzubereiten. Das Ziel: Yannick Opitz. Der Ex-Löwe, der im Schlussabschnitt bereits zweimal aus der Distanz getroffen hatte, zog 30 Sekunden vor Ende erneut von der Dreierlinie ab und scheiterte.

Auf der anderen Seite wollte auch Mathias Perl aus der Distanz alles klar machen, sein Wurf zehn Sekunden vor Ultimo prallte vom Ring ab. Glück für die Löwen: Ryon Howard war beim Rebound zur Stelle, der Flügelspieler sicherte den Ball für die Löwen. Mit der Schlusssirene bugsierte Felix Neumann den Ball zum 77:73 in den Hagener Korb - die Entscheidung.

Es war der symptomatische Abschluss eines packenden Spitzenspiels. Kämpferisch gaben beide Mannschaften alles, schenkten sich nichts - spielerisch blieb das Niveau aber dahinter zurück. Vor allem die Wurfquoten von Herten und Hagen ließen zu wünschen übrig. Gerade mal 31 Prozent der Löwen-Würfe landeten vor der Pause im Korb.

Es lag an der harten, intensiven Arbeit in der Defensive, fanden beide Trainer. „Dann fehlen eben vorn beim Abschluss die Ruhe und die Konzentration“, sagte Kosta Filippou. Dass die Zuschauer auf ihre Kosten kamen, lag am Verlauf: 16 Mal wechselt am Samstagabend die Führung, neun Mal stand es unentschieden. Spannender geht’s kaum.

Nach der Pause legten die Löwen einen fulminanten Start hin, fuhren ihre Wurfquoten nun kurzzeitig hoch. Mathias Perl, Dijon Smith oder Ryon Howard versenkten den Ball fast nach Belieben in den Hagener Korb. Bis zur 24. Minute drehten die Gastgeber den 34:35-Pausenrückstand in eine 48:39-Führung.

„Da gab’s die Chance wegzuziehen“, sagte Trainer Cedric Hüsken hinterher. „Leide haben wir auf dem Niveau nicht weitergespielt.“ Das lag aber auch an den Gästen, die sich fingen und wieder energischer zufassten.

Das letzte Viertel eröffneten die Löwen mit drei schlechten Abschlüssen, dazu haderte Felix Neumann mit einem Foulpfiff gegen sich und kassierte prompt auch noch ein Technisches Foul - Hagen nutzte dies zu einem 8:0-Lauf. 59:61 stand es plötzlich, und in der Rosa-Parks-Sporthalle war allen klar: Dieser Abend würde noch Nerven kosten. Als fünf Minuten vor dem Ende Löwen-Center Dijon Smith nach dem fünften Foul auf der Bank Platz musste, musste man um den Hertener Erfolg und Platz zwei bangen. Doch die Löwen hielten dem Druck stand.

Das sagen die Trainer:

Kosta Filippou (BG Hagen): „Das Spiel hat einem Duell Zweiter gegen Dritter vielleicht nicht ganz alle Ehre gemacht. Dafür waren die Wurfquoten beider Mannschaften einfach nicht gut genug. Aber das lag heute auch daran, dass beide mit unterschiedlichen Defensivstrategien extrem intensiv verteidigt haben. Am Ende hat dann das etwas glücklichere Team gewonnen. Unverdient war das aber sicher nicht für Herten.“

Cedric Hüsken (Hertener Löwen): „Beide Mannschaften haben sich heute gegenseitig viel an Offensivkraft genommen. Am Ende war es dann ganz eng. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir das Spiel für uns entschieden haben. Eigentlich will ich keinen hervorheben, alle haben heute eine gute Leistung gezeigt. Aber Ryon Howard uns ich doch nennen: Er hat zwar nicht so gut getroffen wie sonst, aber mit seinem Triple-Double hat er entscheidend zu dem Erfolg beigetragen.“

Hertener Löwen: Jetullahi (10/2), Pflüger (2), Tota (2), Rojahn, Perl (17/3), Strubich, Nolte, Howard (13/1 Dreier/16 Rebounds/10 Assists), Ober, Neumann (10), Feldmann (8/2), Smith (15)

BG Hagen: Ligons (12), Tejo (15/1), Zahner-Gothen (20), Opitz (9/3), Ioannidis (1), Albinovic (7), Ribic, Wegmann, Kortenbreer (3), Fritze (6)

Viertel: 17:13, 17:22, 25:18, 18:20

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