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Der Hertener Dijon Smith wuchtet im Hinspiel in Düsseldorf den Ball in den Korb. Im Dezember unterlagen die Löwen denkbar knapp 73:74. Jetzt wollen sie Revanche.

Basketball - Regionalliga

(K)eine Meisterfeier in Herten?

HERTEN - Besser wird’s nicht: Die Hertener Löwen empfangen den Regionalliga-Spitzenreiter. Die ART Giants Düsseldorf wollen ausgerechnet im Topspiel ihr Meisterstück machen.

uch die US-Amerikaner Dijon Smith und Ryon Howard haben sich an deutsche Partymusik mit zweifelhaften Niveau gewöhnt. Wenn die Hertener Löwen in der Regionalliga West gewinnen, feiern sie das in der Kabine gern mit dem Ballermann-Hit „Mama Laudaaa“.

Bei einem Erfolg an diesem Samstag (es wäre der 20. in der Saison) würden die Löwen den Lautstärkeregler wohl bis zum Anschlag aufdrehen. Es kommen die ART Giants Düsseldorf in die Sporthalle der Rosa Parks-Schule. Tabellenzweiter gegen Spitzenreiter: Etwas Besseres hat die Regionalliga nicht zu bieten.

Die ganz große Brisanz ist zwar raus. Dass den Gästen der Titel nicht mehr zu ist, steht seit Wochen fest. Pikant nur: Drei Spieltage vor Schluss hat Düsseldorf bei sechs Punkten Vorsprung ausgerechnet in Herten den ersten Matchball. Seit der Fusion von ART und Giants 2016 gehört der offenbar finanzstarke Klub zu den Favoriten. In der laufenden Spielzeit hat Düsseldorf sein Potenzial auf dem Parkett ausgespielt, was auch am luxuriös besetzten Kader liegt. „So eine tiefe Bank hat in der Liga keiner“, sagt Löwen- Trainer Cedric Hüsken. „Düsseldorf wird sicher Meister. Aber es muss ja nicht in Herten sein.“

Auf Strecke sei Düsseldorf nicht zu schlagen, so der junge Coach. „Aber an einem Abend ist das möglich. Das wissen wir aus dem Hinspiel.“ Da unterlagen die Löwen mit 73:74 denkbar knapp – weil Ryon Howards letzter Wurf nicht im Korb landete, sonder auf den Ring prallte.

Die Mannschaft einzustellen, sei nicht ohne, sagt Trainer Hüsken. Angesichts der Qualität im Düsseldorfer Kader „weiß man gar nicht, über wen man reden soll“.

Am besten bei DeShaun Cooper. Der US-Amerikaner, den die Hertener Löwen vor fünf Jahren erstmals nach Europa holten, ist für Hüsken der beste Aufbauspieler der Liga. „Er kann Spiele selbst entscheiden, macht aber auch jede Mannschaft besser.“ Es dürfte vor allem eine Aufgabe für Mathias Perl werden, den US-Amerikaner unter Druck zu setzen.

Aber nicht nur Perl, alle Hertener müssen in der Defensive einen glänzenden Tag erwischen, um den Spitzenreiter zu schlagen. Denn dass der einen Gang herunter schaltet, um in einer Woche die Meisterschaft gegen den TV Salzkotten in Düsseldorf und damit vor eigenem Publikum zu feiern, schließt Trainer Jonas Jönke aus.

Hertener Löwen - ART Giants Düsseldorf, Samstag 19.30 Uhr, Rosa-Parks-Gesamtschule, Fritz-Erler-Straße

„Jeder von uns will diese Partie gewinnen und in Herten Meister werden“, sagt der 34-Jährige. Einem heißen Duell in der Rosa-Parks-Gesamtschule steht nichts im Weg.

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