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Ab durch die Mitte: Till von Guinneau verschafft sich hier zwar eine gute Ausgangslage, setzt den Ball aber neben den Korb.

Basketball

Vorentscheidung fällt im ersten Viertel

Recklinghausen - Nach der Derbyniederlage bei den Hertener Löwen haben die Erst-Regionalliga-Basketballer von Citybasket Recklinghausen in die Erfolgsspur zurückgefunden und setzten sich gegen die Accent Baskets Salzkotten mit 83:76 (29:19, 17:18, 17:18, 20:21) durch.

Es hätte aus Sicht des Gastgebers ein entspannter Samstagabend werden können. 30 Sekunden vor der Schlusssirene wurde der Puls des Recklinghäuser Anhangs aber noch einmal in ungesunde Höhen getrieben. Zu besagtem Zeitpunkt waren die abstiegsgefährdeten Gäste nach zwischenzeitlichem 18-Punkte-Rückstand bis auf 76:80 herangekommen und drauf und dran, ihre Aufholjagd in der Vestischen Arena zu krönen.

Citybasket-Center Theo Turner hatte die Entscheidung in der Hand, wollte aber mit einem basketballerischen Kunststück das Spielgerät durch die Reuse jagen, was jedoch misslang. Das sorgte für Unmut auf den Rängen und auch bei Trainer Johannes Hülsmann: „Das sollten wir uns verkneifen.“

Letztlich spielentscheidend war Citybaskets starker Beginn. „Dabei hatten wir im Training ein paar Probleme“, zeigte sich Hülsmann ein wenig überrascht über die schnelle 20:6-Führung (6.). Die Heimfünf, die auf ihren verletzten Kapitän Christoph Bruns verzichten musste, traf regelrecht aus allen Lagen. Was der Coach auch an einer Personalie festmachte. „Chris Longoria wird als Aufbauspieler immer besser“, lobte der Teamchef seinen Spielgestalter. Er verteilte nicht nur mit viel Übersicht den Ball, sondern war neben Jan Letailleur mit 24 Punkten auch der Recklinghäuser Topscorer.

Dank seiner sicheren Distanzschützen blieb Salzkotten dran und meldete sich schon im zweiten Viertel mit einer 8:0-Punkteserie zum 27:31 (18.) im Spiel zurück. Auch wenn Citybasket in der Folgezeit verstärkt auf junge Spieler wie Valentin Bredeck, Lennard Kaprolat und Nils Charfreitag setzte, spielte sich der Gastgeber zur Pause wieder einen deutlicheren 46:37-Vorsprung heraus. Auf ihren Nachwuchs werden die Recklinghäuser übrigens in der Restsaison verstärkt setzen. „Das ist eine Aufgabe, die mir am Herzen liegt“, betonte Hülsmann. „Das haben sich die Jungs verdient.“

Geschickt hielt Citybasket die Gäste nach dem Korbwechsel auf Distanz. Wegen der „phänomenalen Dreierquote“ der Heimfünf, so Trainer Stefan Schettke, kämpfte Salzkotten vergeblich um den Anschluss. Am Ende konnte Johannes Hülsmann dem abstiegsbedrohten Team Mut zusprechen. „Wenn ihr so weiterspielt, habt ihr gute Chancen, drinzubleiben."

Citybasket Recklinghausen:

Longoria 24/4 Dreier, Shodipo 15/3, V. Bredeck, Turner 5, Charfreitag, Letailleur 24/3, Spettmann 9, Stahlhut, Von Guinneau 1, Kaprolat 2

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