Westfalenpokal TuS Haltern - RW Ahlen
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Im Herbst trafen TuS Haltern und RW Ahlen (im Bild: Kevin Lehmann, rechts, gegen Arda Nebi) im Westfalenpokal aufeinander. In der kommenden Saison könnte es das Duell auch in der Oberliga wieder geben.

Fußball

Was passiert mit der Oberliga? - so müssen nun die Vereine planen

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Kann die Fußball-Saison in der Oberliga Westfalen noch ordentlich beendet werden? Die Zeichen dafür stehen nicht gut. Aber wie planen die Vereine?

Man kann‘s ja mal versuchen. Fünf Vereine aus der Oberliga Westfalen haben beim Westdeutschen Fußballverband (WDFV) Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga eingereicht. Dies teilte der Verband jetzt mit. Neben Oberliga-Spitzenreiter FC Gütersloh und Verfolger Holzwickeder SC sind dies der Vierte TSG Sprockhövel, der Tabellensechste 1. FC Kaan-Marienborn sowie – Achtung – die SG Wattenscheid 09 auf dem 9. Platz. Bekanntlich schlitterte der Klub erst im Herbst 2019 in die Insolvenz – weil die Kosten in der Regionalliga West aus dem Ruder gelaufen waren.

Ob die Bewerbungen das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind? Mutmaßlich nicht. Dass die Oberliga in diesem Corona-Frühjahr noch 50 Prozent aller Spiele absolviert, wie für eine Wertung der Saison nötig, ist unwahrscheinlich. 50 Prozent: Das bedeutet für die Oberliga mit 21 Mannschaften, dass 210 Partien angepfiffen werden müssten. Mehr als in jeder anderen Spielklasse in Westfalen. Aktuell steht die Oberliga gerade mal bei 87.

Es fehlen noch 123 Spiele

Immerhin zehn davon mit Beteiligung des TuS Haltern. Der zweite Oberligist aus dem Fußballkreis, der SV Schermbeck, hat erst sieben Begegnungen absolviert. Summa summarum fehlen aber noch 123 Spiele. Die ließen sich an zwölf Spieltagen absolvieren. Dazu müsste der Spielbetrieb aber Anfang Mai wieder anlaufen, um die Saison bis zum finalen Datum am 30. Juni beenden zu können.

Wer daran glaubt? Niemand. Eine Hintertür zum Aufstieg gibt es jedenfalls nicht, so Manfred Schnieders, Vizepräsident des westfälischen Verbandes: „Ich wüsste nicht, auf welcher Grundlage.“ Denn die Saison würde nicht abgebrochen – sie würde annulliert. Einen Aufsteiger mit null Punkten, der ist tatsächlich nur schwer vorstellbar.

Bei Annulierung gibt es nur einen Absteiger aus der Regionalliga

Von alldem profitieren würden die Klubs auf den billigen Plätzen der Regionalliga, die als Profibetrieb gilt und daher ohne Zuschauer läuft. Die Abstiegsregelung für die vierte Liga besagt: Steigen weniger als vier Vereine aus der Oberliga in die Regionalliga West auf, „so vermindert sich die Zahl der absteigenden Vereine/Mannschaften entsprechend“.

Heißt: Werden die Oberligen Westfalen, Nordrhein und Mittelrhein annulliert, gibt es nur einen Absteiger aus der Regionalliga statt fünf. Tabellenletzter aktuell: Rot-Weiss Ahlen.

Generell abgebrochen ist die Saison im Fußball-Verband Westfalen indes noch nicht.

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