Bertlicher Straßenlauf
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Geht‘s im September wieder los? Der SuS Bertlich ist optimistisch, nach dem kommenden Sommer endlich wieder seine Straßenläufe ausrichten zu können.

Leichtathletik

Tradition trifft Technik - in diese Anlage hat der SuS Bertlich investiert

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Die Leichtathletik-Abteilung des SuS Bertlich hofft darauf, dass im September der nächste Straßenlauf stattfinden kann.

Als jüngst das Plakat für die Bertlicher Straßenläufe am 26. September im Internet auftauchte, gingen die Daumen in der Laufgemeinde hoch. Virtuell versteht sich. „Ganz klar, nach so vielen Monaten ohne Rennen sind alle hungrig“, sagt Bodo Ladwig, der Vorsitzende der Bertlicher Leichtathleten. Es wäre die 109. Ausgabe der Straßenläufe. Endlich. Vier Mal binnen eines Jahres musste der SuS absagen: Im Februar 2020 stoppte ein Sturmtief die Läufe, drei Mal verhinderte das Coronavirus die Austragung. Jetzt nimmt SuS Bertlich den nächsten Anlauf.

Bodo Ladwig: „Wegen der Corona-Pandemie konnten wir zuletzt keine Veranstaltungen anbieten. Aber deshalb waren wir nicht untätig.“ Sollte es tatsächlich am 26. September einen Startschuss geben, beginnt für die Traditionsveranstaltung – die Läufe werden seit 1984 im Dorf ausgetragen – eine neue Zeitrechnung. Und das im Wortsinn.

Finanzierung durch Quartiersfonds

Die Bertlicher Leichtathleten haben eine neue Zeitmessanlage angeschafft. Die Kosten: rund 4700 Euro. Wie der Verein die Anlage gerade jetzt erwerben konnte, da mit den Straßenläufen eine wichtige Einnahmequelle seit einem Jahr ausgefallen ist? Die Finanzierung übernahm auf Antrag der „Quartiersfonds Hassel.Westerholt.Bertlich“, der von den Städten Gelsenkirchen und Herten getragen wird.

Wertvolle Anschaffung: Die neue Zeitmessanlage von SuS Bertlich passt in einen Koffer.

Den Bertlicher Straßenläufen bietet die moderne Zeitmessanlage ganz neue Perspektiven. So erlaubt es der Einsatz der Chip-Technik, Rennen auch mit Einzel- oder Gruppenstarts durchzuführen, um die Teilnehmerfelder zu entzerren. Kurzfristig wichtig auch mit Blick auf die Corona-Pandemie: Dass sich 200 oder 300 Läuferinnen und Läufer hinter einer Startlinie drängeln, erscheint vorläufig schwer vorstellbar.

„Wollen etwas auf die Beine stellen“

Mit der neuen Bertlicher Zeitmessanlage ist es künftig möglich, die sogenannten Nettozeiten aller Läuferinnen und Läufer zu nehmen – und am Ende eine Ergebnisliste zu erstellen. Derzeit ist die Leichtathletikabteilung dabei, die nötigen Startnummern anzuschaffen und die EDV auf die neue Zeitmessung umzustellen. „In welcher Form wir am 26. September dann eine Laufveranstaltung durchführen, welche Strecken wir anbieten, das ist völlig offen“, räumt Bodo Ladwig ein.

Dass die beliebte Cafeteria öffnet, dass Umkleiden und Duschen zur Verfügung stehen, ist – Stand heute – unwahrscheinlich. Bei solchen Rahmenbedingungen sei es problematisch, einen Marathon anzubieten, so der Vorsitzende: „Aber wir sind frohen Mutes und wollen endlich wieder etwas auf die Beine stellen.“

Die neue Zeitmessanlage ist nicht exklusiv für die Bertlicher Straßenläufe oder Veranstaltungen auf dem SuS-Sportplatz an der Heinrich-Obenhaus-Straße bestimmt. Wie der Recklinghäuser LC, der ebenfalls über eine solche Anlage verfügt, wollen die Bertlicher auch anderen Klubs helfen.

„Gerne unterstützt der SuS Bertlich mit dieser Technik und dem Anwenderwissen andere Vereine, um schnellstmöglich wieder differenzierte Laufveranstaltungen in Herten und Umgebung durchführen zu können“, teilt die Leichtathletik-Abteilung mit.

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