A-Jugend-Aufstiegsrunde

Ein großer Schritt in Richtung Bezirksliga

Schwerin - Der älteste Jugendjahrgang der Spvg Schwerin hat in der Aufstiegsrunde den zweiten Sieg geholt. Allerdings dauerte es bis zur 86. Minute, ehe viel Last von den Spvg-Schultern fiel. Und ein Akteur ragte in diesem Match besonders heraus.

Die A-Jugend-Kicker der Spvg Schwerin sind ihrem Traum von der Bezirksliga wieder einen großen Schritt näher gekommen. Der 3:1 (1:1)-Heimsieg gegen den VfB Kirchhellen war der zweite Dreifacherfolg im zweiten Spiel. Mit der bisher maximalmöglichen Punktausbeute von sechs Zählern thront die Elf von Marco Gruszka ganz oben im Tableau der Aufstiegsrundengruppe fünf.

"Es war kein glanzvoller Auftritt, aber einer, der zeigt, was möglich ist, wenn man als Team daran glaubt", bilanzierte Gruszka nach intensiven und zuweilen auch hitzigen 90 Minuten. Und seine Mannen hatten bereits nach zwei Spielminuten die Führung auf dem Schlappen, aber vergaben die Doppelchancen nach feiner Vorarbeit von Nico Chrobok. Die Nummer 17 der Schweriner war es auch, über die fast jeder Angriff lief. Chrobok war mit seinem Antritt und Tempo auf der linken Außenbahn von den Gästen kaum zu bremsen. "Es war eine tolle Teamleistung heute, aber Nico kann man dann doch schon hervorheben", lobte auch Gruszka seinen Schützling.

Leichtfertiger Ballverlust

Bevor aber die große Stunde von Chrobok schlug, mussten die Gastgeber zunächst den 0:1-Rückstand verdauen. Ein leichtfertiger Ballverlust von Schwerins Justin Strahler im zentralen Mittelfeld ermöglichte es Kirchehellen, blitzschnell umzuschalten. Gästespieler Julian Thimm nahm Tempo auf und jagte den Ball am Ende mit einem Strahl hoch in die linke Ecke des Tores von Schwerin-Keeper Tim Dinter.

Von diesem Rückstand mussten sich die Gastgeber zunächst erholen. Viele kleinere Ungenauigkeiten und Ballverluste zeugten davon, dass die Truppe am Rückstand zu knabbern hatte. "Da fehlte uns phasenweise die Ruhe am Ball", bestätigte Gruszka. Nach 30 Minuten schlug dann aber zum ersten Mal die Stunde von Chrobok. Er wurde von Jonathan Janson über die linke Außenbahn geschickt, war nicht zu bremsen und bediente schlussendlich flach den in der Mitte mitgesprinteten Niklas Jürgnes, der zum 1:1 einnetze. "Die Jungs haben danach das gemacht, was sie können: Fußball gespielt", sagte Gruszka im Nachgang.

Glück gehört dazu

Glück hatte seine Mannschaft allerdings direkt nach Wiederanpfiff, denn den Gästen wurde ein Treffer in der 46. Minuten wegen einer vermeintlichen Abseitsposition verwehrt. Und auch in der 56. Minute hätten sich die Schweriner nicht beschweren dürfen, wenn das 1:2 gefallen wäre. Denn in besagter Minute kam Kirchhellens Mittelstürmer Felix Flocklert blank am Fünfmeterraum zum Kopfball, aber setzte den Ball knapp links neben den Pfosten.

Danach stabilisierten sich die Gastgeber, die in einem 4-4-2-System agierten, aber wieder und setzten in einem hart umkämpften Spiel durch Nico Chrobok vier Minuten vor dem Ende ein Ausrufezeichen. Der wieselflinke Außenspieler eroberte sich selbst im Mittelfeld den Ball, zog auf, war von drei Gegenspielern nicht zu halten und traf schlussendlich mit einem satten Schuss zu 2:1-Führung der Schweriner. Und nur zwei Minuten später sorgte Jürgens mit seinem zweiten Treffer des Tages für die Entscheidung - 3:1 (88.). Einziger Wermutstropfen für die Gastgeber war die Rote Karte für Najen Smobe für eine Tätlichkeit. "Für uns war das heute ein Riesenschritt. Das Team kann jetzt im nächsten und dritten Spiel alles klarmachen", so Gruszkas Fazit.

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