Auf der Außenbahn

Schweriner Bezirksliga-Fußballer werden von einem Zweitliga-Stadionsprecher begrüßt

Castrop-Rauxel - Die Oster-Ausflug der Castrop-Rauxeler Kicker und weitere Anekdoten vom Fußball.

Marco Gruszka, Trainer der Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin und einst Profi beim FC St. Pauli, mag sich am Ostersonntag an seine aktive Zeit erinnert haben. Denn sein Team wurde in einem großen Stadion aufgerufen. Mit seinen Schweriner Schützlingen besuchte die Zweitliga-Begegnung des VfL Bochum gegen Eintracht Braunschweig (2:0) und wurde für alle 14.976 Zuschauer in der Arena an der Castroper Straße von einem Trainer-Kollegen begrüßt: Michael Wurst. Der Landesliga-Coach des FC Frohlinde rief die Schweriner in seiner Eigenschaft als VfL-Stadionsprecher die Schweriner auf.

Carlos Frecker, Torwart der Kreisliga A-Fußballer des TuS Henrichenburg, zeigte sich am Montag in der Partie gegen den SC Herten als fairer Sportsmann. Nach einem Distanzschuss eines Hertener Angreifers entschied der Unparteiische Hans-Georg Bintakies auf Abstoß. Nach vehementen Protesten der Hertener, die einen Eckstoß forderten, fragte Bintakies bei Frecker nach. Dieser gab zu, dass er den Ball berührt hatte. Dafür gab es von den Zuschauern und dem Gegner Applaus.

Peter Blau, früherer Vorsitzender des FC Frohlinde, hat sich an der Brandheide einer Sache abseits des Feldes gewidmet. Weil Teams und Fans oft mit Reisebussen anreisen, setzt sich Blau im Vorfeld mit den Gästen in Verbindung. Quasi als Navigations-Ratgeber. Die Technik führt die ortsfremden Fahrer von der verbotenen Bövinghauser Seite zur Brandheide, weil sie Hausnummer 175 einprogrammieren. Blau erzählte: "Ich sage immer, sie sollen die 200 eingeben, dann werden sie richtig zum Platz geführt. Ein Fahrer klagte schon, dass ihm die Bäume auf dem falschen Weg das Busdach verkratzt hätten."

Christopher Pache, verletzter Fußballer des FC Frohlinde, zeigt sich auf dem Platz ebenso engagiert wie als leidenschaftlicher Zuschauer seiner Mannschaft hinter der Bande. Am Montag hatte er beim Spiel gegen den VfL Kemminghausen (2:1) hörbar richtig gute Laune, als Dietrich Liskunov gerade das 2:0 erzielte. Er rief ins Spiel: "Das macht Spaß, dafür zahle ich gerne Eintritt." Auf den Einwand eines Nebenmanns, ob er als Spieler denn überhaupt Eintritt zahle, erwiderte der FCF-Kicker: "Natürlich, das wird dann für die Jugendabteilung gespendet."

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