Badminton-Abteilung wird aufgelöst

Der HKC Albatros schlägt nicht mehr auf

Henrichenburg - Im Februar 1988 gründete Thorsten Werth-von Kampen die Badminton-Abteilung des Henrichenburger Korfball-Clubs (HKC) Albatros. Etwas mehr als 30 Jahre später, am Samstag, 10. März, bestritt der HKC sein letztes Badminton-Spiel. Die Abteilung wird aufgelöst. Eine Ersatzlösung scheiterte.

"Es ist mittlerweile ein Punkt erreicht, an dem es leider nicht mehr weitergeht", sagt der Abteilungsleiter Thorsten Werth-von Kampen. Er bezieht sich damit auf die Struktur der Mannschaft. Der jüngste Spieler im Team ist Andreas Bauer (Jahrgang 1987), dann folgen Dennis Rupieper (1983) und Marc Reclaire (1976). "Alle Spieler sind mittlerweile in ein Alter gekommen, eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen ist über kurz oder lang einfach nicht mehr möglich", so der HKC-Geschäftsführer Gerd Elfert.

Denn die Henrichenburger haben seit Jahren ein großes Problem: Die Abteilung besteht nur noch aus einem Team, eine Jugend gibt es nicht. "In der Spitze hatten wir mal 49 Mitglieder, drei Seniorenmannschaften und eine Hobbytruppe", sagt Werth-von Kampen. Auch schlugen damals Jugendliche beim HKC auf, die dann mithilfe von Kooperationen mit dem TB Rauxel und dem TuS Ickern auch in Vereinsspielen Erfahrungen sammeln konnten.

Die erste Mannschaft schlug einige Jahre in der Bezirksliga auf, im Jahr 2011 gelang zuletzt wieder der Aufstieg in die Bezirksklasse, in der sich das Team bis heute hielt. Und die Saison 2017/18 als Tabellenvierter im gesicherten Mittelfeld abschloss.

Volker Rupieper und Marc Reclaire wechseln nach Ickern

Im letzten Spiel der Badmintonabteilung setzte es für den HKC eine 1:7-Niederlage gegen den BC Recklinghausen 3. Volker Rupieper errang den letzten Sieg für die Albatrosse mit einem 21:14, 12:21 und 21:11-Erfolg. Rupieper wird dem Badmintonsport auch erhalten bleiben. Er wechselt gemeinsam mit Marc Reclaire zum Ligakonkurrenten TuS Ickern. "Wir haben ja in den letzten Jahren schon des Öfteren zusammen trainiert, mal ist der eine zum TuS gegangen, mal einer aus Ickern zu uns gekommen", so Gerd Elfert.

Eine Art Kooperation, die sich HKC-Abteilungsleiter Thorsten Werth-von Kampen schon vor einigen Jahren gewünscht hätte: "Wir haben die große Lösung gesucht und waren in vielversprechenden Gesprächen mit allen Badminton-Abteilungen in Castrop-Rauxel." Die Lösung: Die Gründung des BC Castrop-Rauxel. "Das wäre meiner Meinung nach der logische Schritt gewesen, um einem möglichen Schwund entgegenwirken zu können", so Werth-von Kampen, "leider ist es damals am Widerstand einzelner Personen gescheitert."

Die Konsequenz: Der HKC Albatros schließt seine Badminton-Abteilung. In der kommenden Saison werden nur noch drei heimische Vereine aufschlagen: Der Castroper TV, TB Rauxel und TuS Ickern.

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