Frauenhandball

Ersatzgeschwächt, aber lange ebenbürtig: TuS widersetzt sich dem Titel-Aspiranten

Nur 40 Stunden nach der Niederlage im Pokal-Viertelfinale in Recklinghausen überzeugten die Frauen des TuS Ickern am Sonntag beim 23:30 gegen Ruhrtal Witten. Vor allem 40 Minuten lang.

Die TuS Ickern (10.) verlor am Sonntagmittag ihr Bezirksliga-Gastspiel bei Ruhrtal Witten 2 (2.). Beim 23:30 merkte man den Ickernerinnen am Ende an, dass ihnen das Spiel von Freitagabend im Pokal in Recklinghausen noch in den Beinen steckte.

Zur Halbzeit führte der TuS von Trainer Fabian Wolf mit 14:13 in der Wittener Kreissporthalle. Überraschend, denn die Wittenerinnen haben aus nun 18 Spielen erst zwei Saisonniederlagen zu verzeichnen. "Das war ein Super-Spiel gegen den Tabellenzweiten", sagte Trainer Wolf demnach auch. Trotz der Niederlage, die für ihn eindeutig zu hoch ausgefallen war.

Fünf Spielerinnen wenigerDer Aufstiegsaspirant trat mit voller Kapelle an: 14 Spielerinnen gehörten zum Aufgebot der Ruhrtaler, während der TuS nur zwei Spielerinnen auf die Bank setzen konnte. So gelang es den Gästen, eine großartige erste Halbzeit hinzulegen. Bis zur 40. Minute blieb das Spiel offen, weil der TuS mit Spaß und Kampfgeist auftrat. Aber dann ließen die Kräfte nach, auch, weil Wechseloptionen fehlten. Über erste und zweite Wellen, ein schnelles Angriffsspiel, gingen die Wittener, die als Aspiranten für den Aufstieg in die Landesliga gelten, in Führung und zogen mit einfachen Toren auf und davon. "Zwei Auswechselspielerinnen mehr", mutmaßte TuS-Trainer Fabian Wolf nach dem Spiel, "und es wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen." Trotz der Niederlage: Beim TuS-Team überwog der Stolz, mit dem Top-Gegner so lange auf Augenhöhe mitgehalten zu haben. "Jetzt haben wir Zeit, etwas Kraft zu tanken", so Wolf. Nächstes Wochenende ist Karnevalspause.

Die erfolgreichsten Werferinnen für Ickern waren Lisa Schnabel mit sieben Treffern und Celia Ittermann mit fünf.

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