Fußball-Bezirksliga

Fünf Fakten warum Wacker Obercastrop dennoch aufsteigen könnte

Obercastrop. - Das 3:3-Unentschieden am vergangenen Sonntag im Bezirksliga-Derby zwischen dem SV Wacker Obercastrop (2.) und der SG Castrop (9.) fühlte sich für die Wackeraner wie eine Niederlage ein. Trotz einer zweimaligen Führung (2:0/3:2) sprang am Ende nur ein Remis heraus - der erhoffte Sprung an die Tabellenspitze blieb aus. Wacker liegt weiter einen Zähler hinter dem SV Vestia Disteln. Dennoch ist der Aufstieg in die Landesliga durchaus realistisch.

Warnschuss zur rechten Zeit

Zieht man nur die Testspielergebnisse der Wintervorbereitung heran, verlief diese super für die Mannschaft von Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu. Vier von fünf Partien gewannen die Obercastroper - und das gegen "echte Kaliber" wie Firtinaspor Herne (Landesliga/3:1) oder die Spvg Erkenschwick (Westfalenliga/2:1).

Vielleicht waren diese Ergebnisse am Sonntag noch im Hinterkopf der Spieler und haben für ein Fünkchen zu viel Selbstsicherheit gesorgt. Vielleicht war die "gefühlte Niederlage" aber auch genau der richtige Warnschuss zur richtigen Zeit für den SVWO. Denn in den verbleibenden 14 Saisonpartien werden sie ausschließlich auf Gegner treffen, die bis in die Haarspitzen motiviert sein werden.

Elvis Shala

Wieder einmal war Wackers Angreifer der herausragende Mann auf dem Platz, der an allen drei Treffern beteiligt war: Das erste Tor erzielte er per Freistoß "schlitzohrig" fast von der Seitenlinie selbst, die beiden anderen Treffer bereitete er vor. 15 Tore in 16 Partien sprechen für sich. In einem Team mit viel Qualität kann er den entscheidenden Unterschied im Aufstiegskampf ausmachen.

Alles in der eigenen Hand

Das absolute Spitzenspiel beim derzeitigen Tabellenführer Vestia Disteln haben die Wackeraner am Ostermontag, 2. April, erst noch vor sich. Bei aktuell einem Punkt Rückstand haben die Obercastroper also alles noch in der eigenen Hand, sollte die Partie gegen Disteln gewonnen werden. Im Hinspiel setzte sich die Uzunoglu-Elf bereits mit einem souveränen 4:0-Erfolg durch. Warum also nicht auch im Rückspiel?

Noch mehr Qualität durch Neuzugänge

Dass Uzunoglu auf sehr viel Qualität in seinem Kader zurückgreifen kann, ist bekannt. In der Winterpause haben die Obercastroper mit den beiden Oberliga-erfahrenen Julian Ucles Martinez und Dirk Jasmund aber noch einmal an Qualität dazu gewonnen. Beide standen gegen Castrop auch direkt in der Startelf und konnten bereits einige Akzente setzen. Vor allem Ucles Martinez zeigte eine ordentliche Leistung als "Schaltzentrale" im Mittelfeld. Er trug sich zudem als Torschütze zum 2:0 ein.

Generation "Laptoptrainer"

Zugegeben, einen Laptop hatte Aytac Uzunoglu am Sonntag nicht am Spielfeldrand aufgebaut. Der "Laptoptrainer" ist auch eher auch als Synonym für eine neue Generation an Trainern gemeint, die vor allem jung ist, über viel taktisches Wissen verfügt, sehr analytisch und auf Augenhöhe mit den Spielern arbeitet - alles Eigenschaften, die auf Uzunoglu zutreffen. Wie aus Mannschaftskreisen zu hören war, sieht es diese genauso. Die Passung zwischen Mannschaft und Trainer könnte ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor im Aufstiegsrennen werden.

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