Fußball-Kreisliga A

Die Henrichenburger Jungspunde sind in der Ergebnis-Krise

"Erschreckend, wie viele Punkte wir liegen gelassen haben." Das sagt Florian Kaczorowski, Trainer des TuS Henrichenburg. Wie kommt der Kreisligist aus dem Tabellenkeller wieder raus?

Das war ein bitterer Sonntagnachmittag für die Fußballer des Recklinghäuser A-Ligisten TuS Henrichenburg (15.). Die Mannschaft von TuS-Übungsleiterduo Christian Grum und Florian Kaczorowski zeigte gegen den Tabellendritten FC 96 Recklinghausen eine der besten Saisonleistungen, musste aber in der letzten Minute der Nachspielzeit noch den 3:3-Ausgleichstreffer einstecken. Es gibt also Hoffnung. Aber zunächst mal Sorge: Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison verspielte der TuS eine Führung und rutschte nun sogar auf einen Abstiegsplatz ab, weil GW Erkenschwick (13.) gegen den Spitzenreiter Teutonia SuS Waltrop mit 4:2 gewann.

Das Heimspiel gegen Recklinghausen war aus TuS-Sicht leider eine Partie, die sinnbildlich für die bisherige Saison steht: Die Henrichenburger schenken nach eigener Führung immer wieder Punkte her und bringen sich dadurch um den Lohn für die eigene zumeist gute Leistung.

Der TuS und das fehlende Spielglück

Bereits am vierten Spieltag verspielte der TuS eine 2:0-Führung gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Genclikspor Recklinghausen und verlor am Ende mit 2:4. Nur eine Woche später setzte es nach einer 2:1-Führung gegen Hochlar 28 (6.) noch eine 2:6-Pleite. Auch gegen Herta Recklinghausen (11./3:3), Westfalia Vinnum (7./2:3) und die DTSG Herten (9./1:3) schaffte es der TuS nicht, die eigene Führung ins Ziel zu bringen. Zusammengerechnet ließ der TuS in den elf Partien, die mit einem Remis oder einer Niederlage endeten, sechs Mal nach eigener Führung Punkte liegen.

Was sind die Gründe für diese fast schon verhexte Situation? Ein gewisser Anteil ist sicherlich dem fehlenden Spielglück zuzuschreiben. In vielen Partien verpasste es der TuS, die eigenen Torchancen effizient zu nutzen und die eigene Führung weiter auszubauen. Hinzu kam auch noch Pech, wie am vergangenen Sonntag beim abgefälschten Schuss von Nico Böcker, der in der letzten Minute der Nachspielzeit noch ins eigene Tor fiel.

Daneben darf aber auch nicht vergessen werden, dass die Henrichenburger Woche für Woche eine sehr junge Mannschaft aufs Feld stellen: Gegen den FC 96 standen mit Leon Philipp, Alexander Babbel, Jonas Drees, Julian Niewind, Cedric Nelson, Niko Bogatinis und Edvin Sadikovic gleich sieben Spieler im Kader, die zwischen 19 und 21 Jahre alt sind. Spieler, die zwar zum Großteil schon in der abgelaufenen Saison einen wichtigen Anteil am späten Klassenerhalt der Henrichenburger hatten, aber denen es hin und wieder noch an einer gewissen Abgeklärtheit fehlt.

Mit Blick auf die Tabelle steckt der TuS zwar auch in dieser Saison wieder im Abstiegskampf, die Ausgangslage ist aber eine komplett andere. In der vergangenen Saison waren die Henrichenburger nach der Hinrunde fast aussichtslos abgeschlagen, aktuell liegen zwischen dem 15. und dem 8. Platz nur sechs Punkte.

Ein erfahrener Spieler hat sich verletzt

Die Situation ist trotzdem gefährlich. Deshalb stehen nun vor allem die erfahreneren Spieler wieder besonders in der Pflicht. Sie sollen die jüngeren unterstützen. Denn die Qualität ist im Kader vorhanden, das haben die Partien vor allem gegen die Topteams der Liga gezeigt. Philipp Engel, der zu den erfahrenen Akteuren gehört, wird dabei - zumindest auf dem Platz - in den nächsten Wochen nicht mitwirken können. Er zog sich gegen Recklinghausen eine Oberschenkelverletzung zu und fällt vorerst verletzt aus.

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