Fußball-Landesliga: FC Frohlinde

Frohlinder kassieren beim VfB Günnigfeld Tore im Minuten-Takt

Castrop-Rauxel - Der FC Frohlinde kann auch im zweiten Auswärtsspiel binnen vier Tagen keine Punkte mit nach Hause nehmen.

Selbst dem eloquenten Spielertrainer Stefan Hoffmann fehlten die Worte. Nach dem 1:4 des FC Frohlinde (12.) am Donnerstag in Sodingen, folgte drei Tage später mit dem 1:4 (0:1) beim VfB Günnigfeld (6.) die nächste klare Niederlage in der Fußball-Landesliga.

Bis zur 58. Minute sah es auf dem Naturrasen in Günnigfeld noch fast alles normal aus. Die Gastgeber hatten in der 15. Minute durch Maximilian Schreier geführt. Frohlinde schien sich nach dem Donnerstag-Desaster, als die vier Gegentore beim Schlussakkord quasi im Minuten-Takt gefallen waren, gefestigt. Das täuschte. Denn plötzlich bekamen die mitgereisten Frohlinder Fans unter den 150 Zuschauern ein Sodinger Déjà-vu verpasst. Was Spielertrainer Stefan Hoffmann hinterher sagen ließ: "Mir fehlen die Worte." Dabei war er selbst auf dem Feld und konnte es doch nicht verhindern.

Binnen drei Minuten (58./60./61) schraubten die Hausherren das Ergebnis auf 4:0. Und durchweg durch individuelle Fehler der Frohlinder. Schon das 1:0 durch den Sohn des früheren Bundesligaspielers Christian Schreier (VfL Bochum/Bayer Leverkusen), Maximilian, war die FCF-Formation nicht auf der Höhe. Vielleicht hatten sie da noch die klare Chance von Kevin Brewko, der erst den Torhüter ausspielte und dann den Ball an die Unterkante der Latte setzte, vor Augen. Auch Lukas Wohlfarth besaß noch die Gelegenheit auf einen Treffer, bevor der Schreier-Spross traf.

ErgebniskosmetikAls Dietrich Liskunov zum 1:4 (66.) traf, war das nur noch so etwas wie Ergebniskosmetik. Das Bild in der Tabelle hat sich verschlechtert. Auf vier Punkte hat sich die Distanz zum ersten Abstiegsplatz verkürzt. Und gleich am kommenden Donnerstag, 26. April, geht es bei SW Wattenscheid 08 gegen einen Gegner, der auf Platz 15 jeden Punkt benötigt. In der augenblicklichen Verfassung wird auch diese Herkules-Aufgabe nur schwer zu stemmen sein. Eine erfreuliche Nachricht gibt es aus dem Günnigfeld-Spiel doch noch zu berichten: Marcel Erdmann hat nach langer Verletzungspause in der 68. Minute sein Comeback bestritten. Betreuer Tim Hartwig sagte dazu: "Das sah schon gut aus."

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