Fußball-Landesliga

Der FC Frohlinde kassiert sieben Gegentore in Sprockhövel

FROHLINDE. - Sieben Tore, alle auf Seiten des SC Obersprockhövel. Der Fußball-Landesligist FC Frohlinde unterlag mit 0:7 beim Tabellensiebten. Bereits nach wenigen Sekunden gingen die Köpfe der Frohlinder in Richtung Boden.

Anstoß FC Frohlinde. Die Gäste, komplett in Blau angetreten, lassen den Ball in den eigenen Reihen kreisen. Plötzlich ein Ballverlust und alles geht ganz schnell. Dustin Najdanovic taucht vor Frohlindes Keeper Tim Lüchtemeier auf und trifft zur 1:0-Führung für den SC Obersprockhövel nach nur knapp 15 Sekunden.

Es sollte der Auftakt zu einer Partie sein, die die Frohlinder ganz schnell wieder aus den Köpfen kriegen wollen. "Hier hat der Tabellenachte gegen den Neunten gespielt. Davon habe ich nichts gesehen. Zwischen Obersprockhövel und uns bestanden mindestens zwei Klassen Unterschied", lautete die schonungslose Bilanz von FCF-Spielertrainer Michael Wurst.

Djordic verliert den Ball im Aufbau

Nicht zu Unrecht, denn in der Anfangsviertelstunde rieben sich die Zuschauer verdutzt die Augen. Marc Flaczek bekam den Ball an die Hand, Elfmeter für die Hausherren. Tobias Voshage erzielte das 2:0 (3.). Frohlindes Mario Djordic verlor den Ball knapp 30 Meter vor dem eigenen Kasten, Serkan Aydin steckte durch auf Moritz Schrepping - 3:0 (13.).

"Blau, jetzt alle, rappelt euch auf!", schrie FCF-Innenverteidiger Timo Janicki über den Platz. Es half nichts. Obersprockhövel war den Frohlindern in allen Belangen überlegen. Serkan Aydin hatte auf der linken Außenbahn viel Platz, Flanke auf Dustin Najdanovic - 4:0 nach nur 29 Minuten.

Fehler von Keeper Lüchtemeier

Waren bis dato vor allem viele Stellungsfehler aufseiten der Frohlinder zu sehen, schoss nun auch Keeper Tim Lüchtemeier einen Bock. Einen Rückpass von Janicki wollte der Torwart direkt wieder nach vorne spielen, traf dabei allerdings Aydin, der nur noch ins leere Tor einschießen musste. 0:5 nach 45 Minuten.

Im zweiten Durchgang rappelte sich der FCF etwas auf und kam auch zu eigenen Torchancen. Doch die wurden nicht genutzt. "Wenn man in der Phase einen gemacht hätte, hätten wir das Ergebnis vielleicht noch ein bisschen besser aussehen lassen können", erklärte Frohlindes Kapitän Stefan Tiedke. Die Hausherren dagegen hörten mit dem Toreschießen nicht auf. Najdanovic erhöhte auf 6:0 (52.), der eingewechselte Sascha Leiendecker erzielte den 7:0-Endstand in der 79. Minute.

Frohlindes Coach Michael Wurst war nach der Partie bedient. Über die Leistung seines Teams verlor er nur wenige Worte: "Wir haben im Kollektiv versagt."

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