Fußball-Landesliga: FC Frohlinde

FCF ist bei Minusgraden in der zweiten Halbzeit am Tiefpunkt angelangt

Castrop-Rauxel - Der Fußball-Landesligist FC Frohlinde hat nach dem 0:3 gegen Mühlhausen-Uelzen weiterhin nur zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Aufgrund einer ganz schwachen zweiten Halbzeit verlor der FC Frohlinde die Spielkontrolle. Der SSV Mühlhausen-Uelzen nutzte das in der Fußball-Landesliga zu einem 3:0 (0:0) Auswärtssieg. Am Samstagabend rutschten die Temperaturen gefühlt auf zweistellige Minusgrade, passgenau landete die Form des Landesliga-Aufsteigers Frohlinde auf dem Tiefpunkt. Als der Ostwind nach der Pause weiter mächtig von der benachbarten Tennisanlage über den Platz hinweg fegte, hatten dem Sturm und Drang der Gäste die Frohlinder nichts mehr entgegenzusetzen. Da konnten die beiden Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst noch so viel an der Linie lautstark dirigieren wie sie wollten. Ihre Spieler erreichten sie nicht mehr. Landesliga-Tauglichkeit sieht anders aus.

Dabei war in der ersten Halbzeit noch alles im grünen Bereich. In der Pause hatten sich alle 100 Zuschauer im noch im Bau befindlichen Vereinsheim aufgewärmt. 50 Leute im neuen ersten Stock, wie Stadionsprecher Jörg Leineweber berichtete. Und der Rest im Schankraum im Parterre. Das Spiel war bis dahin in festen Händen der Hausherren. Eine Niederlage stand bei den Diskussionen überhaupt nicht zur Debatte.

Warum auch? Schon in der zweiten Minute hatte Yannik Tielker den ersten Torschuss abgegeben, den SSV-Torhüter Robin Mersewinkel-Risse aber parierte. Danach landete ein Schuss von Eren Ayaz am Innenpfosten und flog zurück ins Feld (4.). Dann lag nochmals das 1:0 in der kalten Luft, als Dietrich Liskunov nach Tielker-Pass alleine auf das Tor stürmte. Den Schuss aus halbrechter Position und sieben Metern hielt wieder der Keeper. Anschließend war es Mario Djordic, der beim Zweikampf im Strafraum zu Boden ging, aber keinen Elfmeter bekam. Das regte niemanden so richtig auf, weil das Spiel gut lief.

Was die Frohlinder Akteure im zweiten Abschnitt zeigten, hatte nichts mehr mit der Leistung des ersten Durchgangs zu tun. Es begann mit einer schwachen Kopfballabwehr von Kevin Brewko, der Mustafa Akdeniz eine feine Vorlage gab: 0:1 (51.) Das hatte gesessen, Brewko und Co. schlidderten von nun an von einer Verlegenheit in die nächste. Weitere Tore waren nur eine Frage der Zeit. Beim 0:2 (65.) wurde Schütze Hakan Sezer soviel Zeit gelassen, dass er genau den Ball in den Winkel platzieren durfte. Damit nicht genug: Torwart Daniel Schultz knallte mit dem Kopf an den Pfosten. Tim Lüchtemeier ersetzte den Keeper. Und hielt sofort ein paar Bälle, am 0:3 (76.) von Stephen Hutmacher konnte er nichts machen.

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