Fußball-Landesliga

Der FC Frohlinde weinte - und Stefan Hoffmann betreute sein Team von Griechenland aus

Frohlindes Dominik Behrend tröstete am Wochenende alle seine Teamkameraden. Der Mittelfeldspieler zog in der Halbzeit-Pause auch noch den Telefon-Joker - allerdings ohne Erfolg.

Der eine glaubte, es waren Tränen, der andere meinte es, lag am Regen: Auf jeden Fall sah man auf der Seite des FC Frohlinde viele traurige Gesichter. Vom Vorsitzenden Robert Janßen angefangen über den großen Anhang bis zu den Protagonisten auf dem Platz nach dieser bitteren 0:2-Niederlage beim SC Obersprockhövel, die den Verbleib in der Fußball-Landesliga besiegelte.

Auf dem Boden hockten die Spieler, hinter der Bande schauten die Fans platschnass zu. Einer, der noch stand, war Dominik Behrend. Er versuchte zu trösten, wen es zu trösten gab. Der Mittelfeldspieler hatte in der Halbzeitpause noch telefonischen Kontakt mit Trainer Stefan Hoffmann über das Handy von Betreuer Tim Hartwig. Hoffmann weilte während dieses entscheidenden Spiels im Griechenland-Urlaub. Er schaute es sich im Live-Stream im Internet an.

"Am Bildschirm konnte Stefan das Spiel besser beobachten"

Behrend erklärte die Situation am Dienstag: "Am Bildschirm konnte Stefan das Spiel besser beobachten, als wir auf dem Platz." Auch seine Auswechslung gegen André Muth hat er mit dem Coach in der Ferne besprochen: "Ich war nicht richtig fit und konnte der Mannschaft so nicht richtig helfen."

Und sonst? Dominik Behrend sagte trotz der Niederlage beim Tabellenführer: "Alles in allem konnten wir mit dem Auftritt zufrieden sein. Wenn wir immer so gespielt hätten, wäre die Rückrunde anders verlaufen." Aber es gibt ja prominente Beispiele bis in die Bundesliga hinauf, wo sich gleiche Szenarien abspielten: Der BVB hatte in der Winterpause ein ähnlich großes Punktepolster an der Tabellenspitze wie der FCF in der Landesliga. Behrend, der nach dem kommenden Sonntag seine Karriere beendet, meinte aber auch: "Wenn uns jemand vor der Saison den dritten Platz angeboten hätte, hätten wir das glatt unterschrieben."

Jörg Wunsch zahlte zum Abschied die Busfahrt

Das sagte so auch Trainer Michael Wurst, der wie Kollege Hoffmann nicht vor Ort war: "Wir werden uns jetzt schütteln und greifen zur neuen Saison wieder an." Damit rechnet auch Jörg Wunsch. Der Sportliche Leiter, der sich im Sommer zurückzieht, hatte die Busfahrt der Fans nach Obersprockhövel bezahlt. Er sagte: "Wir haben die Meisterschaft gegen die Teams aus dem unteren Tabellenbild verloren."

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