Gespräch mit Weltmeister

Malte Jakschik sagt: "Ich denke von Jahr zu Jahr"

Malte Jakschik vom RV Rauxel wurde am Sonntag in Plowdiw (Ungarn) zum zweiten Mal Weltmeister mit dem Deutschland-Achter. Wir sprachen mit dem 25-Jährigen über den Titel und seine sportliche Zukunft.

Herr Jakschik, Glückwunsch zur Titelverteidigung. Am Bildschirm war es ein spannendes Rennen. Wie haben Sie die 2000 Meter erlebt?

Wir haben in den Vorläufen starke Australier und Amerikaner gesehen, ebenso die Briten im Hoffnungslauf. Wir wollten daher die ersten 1000 Meter schnell fahren, das Tempo bestimmen, was beim Achter stets hoch ist, damit die Gegner mitgehen müssen. Das ist anspruchsvoll, weil wir weitere 1000 Meter fahren müssen. Dass wir uns absetzen konnten, hat uns beflügelt, obwohl am Ende die Kräfte geschwunden waren.

Im Ziel haben Sie gestrahlt, die Arme hochgestreckt. Was ging Ihnen durch den Kopf?

Ich war happy, dass das geklappt hat. Wir haben in der Saison gesehen, dass wir vorne mitspielen können, aber die anderen haben aufgerüstet. International geht die Post mächtig ab. Daher bin ich froh, dass wir mit derselben Crew den Erfolg wiederholen konnten.

Zwei Weltmeistertitel, inklusive Weltbestzeit aus 2017. Ist es schon Zeit über Olympia 2020 zu sprechen?

Im Rudern muss man sich stets qualifizieren. Nach dem letzten Wettkampf wird der Achter aufgelöst. 2019 beginnt das Training am Stützpunkt Dortmund. Ich denke von Jahr zu Jahr.

Der letzte Wettkampf findet auf der 12,7-Kilometer-Strecke auf dem Nord-Ostsee-Kanal am kommenden Sonntag statt. Haben Sie danach Zeit den WM-Titel zu genießen?

Den Erfolg genieße ich bereits seit Sonntag. Die WM hat Priorität bei den Wettkämpfen. Aber wir wollen uns auf dem Kanal nicht blamieren, denn wir treten gegen die Teams an, mit denen wir ums WM-Treppchen gekämpft haben.

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