Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Der FC Frohlinde holt zum achten Mal den Titel

Fußball-Landesligist FC Frohlinde hat sich am frühen Sonntagabend den Titel des Hallenstadtmeisters geholt. Im Endspiel setzte sich er sich gegen die SG Castrop (Bezirksliga) mit 2:1 durch.

Als die Schluss-Sirene ertönte, lagen sich alle Fußballer des FC Frohlinde in den Armen. Erst da konnten sie erleichtert durchatmen und sicher sein, dass sie die Nachfolge des SV Wacker Obercastrop als Stadtmeister 2018 antreten. Sie hatten die SG Castrop mit 2:1 im Endspiel besiegt. Es war der achte FCF-Titelgewinn unter dem Hallendach. Das ist Castrop-Rauxeler Rekord.

Die im Liga-Alltag eine Klasse tiefer in der Bezirksliga spielende Formation von SG-Trainer Dennis Hasecke hatte dem Favoriten alles abverlangt. Es war eine ganz enge Kiste. Die Castroper, die in der Zwischenrunde zwei Stunden zuvor die Frohlinder mit 6:4 besiegt hatten, liefen mit viel Selbstvertrauen auf. Von der ersten Minute an wollten die die Gunst der Stunde nutzen. Frohlinde wartete ab und kam nur sporadisch nach vorne.

Almedin Ceric trifft zum 1:0

Aber dann richtig. Almedin Ceric spielte an der mit Teppich bezogenen Außenwand, geschickt durch. Seinen Schuss, den er auf Linksaußen abfeuerte, flog zum 1:0 an SG-Keeper Pascal Heuser ins Netz. Die Castroper gaben nicht nach. FCF-Trainer Stefan Hoffmann sagte nach dem Finale: "Da haben wir in einigen Szenen Glück gehabt." Einmal nicht. Torwart Felix Goliasch schoss bei einem Abschlag SG-Spieler Manuel Backes an, von dessen Bein der Futsal-Ball zum 1:1 ins leere Frohlinder Tor zurückprallte.

Der Bezirksligist Castrop wirkte nun stärker, scheiterte aber dann in drei Situationen an Keeper Goliasch, den Trainer Hoffmann nach Abpfiff besonders lobte: "Da hat Felix seinen Fehler wettgemacht."

SG-Trainer Hasecke, der letztlich mit dem Spiel und auch mit dem zweiten Platz seines Teams zufrieden war, resümierte hinterher: "Es war ein gutes Spiel, wir haben leider die Tore nicht gemacht." Dafür sorgte schließlich Dietrich Liskunov für Frohlinde. Mehrere Male hatte der FCF-Kapitän die Bälle weit über das Tor gezogen. Beim 2:1 passte dann alles. Von der rechten Seite rauschte die Kugel flach ins untere linke Toreck.

Goliasch wird zum Torwart-Goliath

Haseckes Schützlinge wollten sich aber nicht geschlagen geben. Ein Sturmlauf nach dem nächsten folgte. Als dann Ceric für ein Ball wegwerfen eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, wurde es doch noch einmal heikel. Aber dann wurde aus Felix Goliasch mit einigen Paraden ein wahrer Torhüter-Goliath.

Überraschend deutlich setzte sich der Fußball-Bezirksligist SG Castrop im Halbfinale der Hallenstadtmeisterschaft gegen den Titelverteidiger SV Wacker Obercastrop (Landesliga) durch. 4:1 lautete am Ende das Ergebnis, das im Vorfeld wohl keiner der Zuschauer in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule auf dem Tipp-Zettel hatte.

Dominik Schenkel hatte in der achten von 16 Spielminuten für das 1:0 gesorgt. Danach profitierte die SG davon, dass sie nach Zeitstrafen gegen die Wackeraner in Überzahl durch Ingmar Holtkamp und Schenkel zu den Treffern zum 3:0 kamen. Serhat Can, der auf Wacker-Seite eine der beiden Strafen abbrummen musste, netzte kurz nach seiner Rückkehr auf das Feld zum 1:3 ein. Abdelatiff Chergui machte allerdings mit dem 4:1 den Sack zu.

Im ersten Halbfinale war der FC Frohlinde (Landesliga) nach einem 1:2-Rückstand gegen die Überraschungsmannschaft von Eintracht Ickern (Kreisliga B) mit einem 5:2 seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Das 1:0 des FCF durch Andre Muth hatten die Eintrachtler mit den Treffern von Cihangir Sahinli und Yilim-Dogan Öztürk gekontert. Frohlinde wendete danach durch einen Doppelschlag von Yannik Tielker sowie Treffer von Almedin Ceric und Dietrich Liskunov das Blatt.

Wacker wird Dritter

Im Spiel um Platz drei hatte Wacker Obercastrop die Nase vorn gegen Eintracht Ickern. Sascha Schröder markierte das 1:0 aus spitzem Winkel. Nur einschieben musste Can beim 2:0 nach einer Kombination von Robin Franke und Moritz Budde. Soufian El Matouafik hatte das 1:2 für Ickern auf dem Fuß. Im Gegenzug gelang Franke nach Querpass von Dirk Jasmund der 3:0-Endstand.

Teuer bezahlt haben die Kreisliga-A-Fußballer des FC Castrop-Rauxel ihren Zwischenrunden-Auftritt bei der Hallenstadtmeisterschaft am Sonntag. Marcel Sola zog sich im vorletzten Spiel der Gruppe E gegen Arminia Ickern (Kreisliga A) einen doppelten Bruch des Mittelhandknochens zu.

Schmerzhaft wurde es für das gesamte Team nochmals nach dem Blick auf die Abschluss-Tabelle nach der Partie zwischen dem FC Frohlinde (Landesliga) und der SG Castrop (Bezirksliga). Hier hatte die SG mit 6:4 die Nase vorn.

In der Endabrechnung hatten dadurch Frohlinde (11:8 Tore), Castrop (12:10) und der FC Castrop-Rauxel (5:3) allesamt jeweils sechs Punkte auf dem Konto und mit +2 die gleiche Tordifferenz. Das Team von Castrop-Rauxel-Coach Patrick Stich schied allerdings als Dritter aufgrund der wenigsten erzielten Treffer aus. Bitter: Ein Tor fehlte den A-Liga-Kickern also zum Weiterkommen.

Dabei hatte das Stich-Team die SG Castrop zu Beginn des Tages durch Tore von Chris Kasprzak (2) und Kerim Steinchen mit 3:1 besiegt. Der direkte Vergleich hat allerdings bei Punkt- und Tordifferenz-Gleichheit in der Tabelle keinen Ausschlag.

Beinahe wäre Favorit Frohlinde ausgeschieden. Denn Castrop hatte zwischenzeitlich mit 4:1 geführt. Zu diesem Zeitpunkt waren die SG und Castrop-Rauxel weiter.

Eintracht überrascht

In der Zwischenrunden-Gruppe F sicherten sich überraschend hinter dem Titelverteidiger Wacker Obercastrop (Landesliga) die Kreisliga-B-Fußballer von Eintracht Ickern den zweiten Rang und somit eine Halbfinal-Fahrkarte.

Die Eintrachtler gewannen nach dem 0:3 zum Auftakt gegen den SV Wacker gegen den FC Frohlinde II (Kreisliga A) mit drei Toren von Cihangir Sahinli mit 6:5 sowie mit 3:2 gegen Kreisliga-B-Spitzenreiter VfB Habinghorst.

Torschützenkönig Kothe

Beinahe noch auf den Halbfinal-Zug aufgesprungen wäre Frohlinde II. Denn zum Abschluss lag das Team von FCF-Trainer Jimmy Thimm gegen den SV Wacker in Führung. Zum 1:0 traf Lukas Kothe per Neunmeter. Mit zehn Toren wurde Kothe am Ende Torschützenkönig der gesamten beiden Turniertage. Pech hatte sein Team,. dass Obercastrop durch Treffer von Dirk Jasmund und Serhat Can den Spieß noch zum 2:1 umdrehte.

Ohne Punktgewinn verabschiedete sich Habinghorst aus der Zwischenrunde - und war mit 2:14 Toren die Schießbude des zweiten Turniertages.

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