Handball-Bezirksliga

Der TuS Ickern kassiert Ausgleich in den Schlusssekunden

Castrop-Rauxel - Beinahe hätte der abstiegsgefährdete TuS Ickern (14.) am 16. Spieltag in der Handball-Bezirksliga seinen zweiten Sieg in Folge feiern können. Am Ende mussten sich die Gastgeber am Sonntag in der Sporthalle an der B235 gegen den TuS Hattingen 2 (8.) allerdings mit einem 23:23 (14:10) begnügen.

Über weite Strecken waren die Ickerner, bei denen Sascha Knauf den wegen einer Familienfeier verhinderten Trainer Ralf Utech an der Seitenlinie vertrat, die spielbestimmende Mannschaft. Eine starke Abwehrleistung und ein immer wieder glänzend reagierender Torhüter Viktor Dick waren im ersten Durchgang die Grundlage für das gelungene Spiel der Ickerner. Der TuS kam vor allem durch seine Rückraumschützen Tristan Pensky (insgesamt 8 Tore), Benjamin Pelzer (5) und Kai Schlottke (4) regelmäßig zu Torerfolgen.

Nach 13 Minuten stand es 7:4 für die Ickerner, die letztlich einen Vier-Tore-Vorsprung mit in die Pause nahmen. Auch der Auftakt zum zweiten Durchgang gelang: Hattingen vergab einen Siebenmeter, Vitus Esser und Pensky erhöhten auf 16:10.

Tor mit der letzten AktionNoch in der 49. Minute sahen die Gastgeber nach dem Treffer zum 20:13, den abermals Pensky erzielte, wie die sicheren Sieger aus. Doch die Gäste aus Hattingen brachten die Ickerner mit der Umstellung auf eine offene Deckung komplett aus dem Konzept. "In dieser Phase haben sich die Jungs zu stark aufs Tor konzentriert, anstatt sich freizulaufen", kommentierte Knauf.

Da dem heimischen TuS, der auch eine Überzahlsituation nicht nutzen konnte, kaum noch Treffer gelangen, holte Hattingen Tor um Tor auf. In der 58. Minute glichen die Gäste zum 22:22 aus. Auf der anderen Seite behielt der erst 17-jährige Außenspieler Simon Stephan die Nerven und brachte Ickern wieder mit 23:22 in Führung. So stand es auch noch sechs Sekunden vor dem Abpfiff, ehe mit der letzten Aktion doch noch der Ausgleich fiel.

"Unter dem Strich ist das ein wichtiger Punkt gegen den Abstieg", befand Sascha Knauf, "nach dem Spielverlauf ist es aber ärgerlich, dass wir nicht gewonnen haben.

Die HSG Rauxel-Schwerin (11.) bekommt unterdessen ihre Auswärtsschwäche nicht in den Griff. Beim Wittener TV (7.) unterlag der Handball-Bezirksligist am Samstagabend mit 25:33 (11:18). Für die Rauxeler war es die fünfte Niederlage in Folge auf fremdem Parkett.

Viele Zeitstrafen für HSGIn der Kreissporthalle an der Wittener Husemannstraße übernahmen die Gastgeber von Beginn an das Kommando. Nach elf Minuten führten sie mit 7:2, bis zur Pause wuchs der Vorsprung auf sieben Treffer an. "Wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren", kommentierte Pascal Meyer, der den HSG-Trainer Randolf Mertmann an der Seitenlinie vertrat. Zwar habe sich das Team vor dem Anpfiff in der Kabine vorgenommen, engagiert und kämpferisch aufzutreten, doch sei davon bei vielen Spielern auf dem Parkett zunächst nichts zu spüren gewesen, befand er.

Guter Start nach der PauseEin guter Start in die zweite Hälfte, in der Meyer taktisch von einer 6:0- auf eine offensivere 5:1-Deckung umstellte, ließ noch einmal Hoffnung bei Rauxel-Schwerin aufkommen. Innerhalb der ersten vier Minuten nach der Pause verkürzte die HSG auf 15:18.

Doch die Aufholjagd wurde durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lukas Steinhoff, der mit neun Treffern der beste Rauxeler Werfer war, gestoppt. Aus Meyers Sicht symptomatisch: "Wir haben uns immer wieder mit unnötigen Zeitstrafen aus dem Konzept gebracht." Insgesamt neun Hinausstellungen musste die HSG hinnehmen.

Der Wittener TV zog im zweiten Durchgang schnell wieder auf sechs Tore (21:15) und in der Schlussphase dann auf acht Treffer Vorsprung (29:21) davon. Bei diesem Abstand blieb es bis zum Schlusspfiff.

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