Handball-Bezirksliga

Die Ruhe der HSG Rauxel-Schwerin ist der entscheidende Faktor

Die HSG Rauxel-Schwerin steht kurz davor, auf Platz eins ins neue Jahr zu gehen. Beim 23:22-Erfolg beim Wittener TV (9.) spielte der Schiedsrichter eine entscheidende Rolle für die HSG.

Es war das erwartete Kampfspiel in der Wittener Kreissporthalle am Samstagabend. Schon beim Blick auf das Schiedsrichtergespann (Oliver Drack und Udo Schwiederski) war Rauxel-Schwerins Coach Sebastian Clausen klar: "Wir müssen ruhig bleiben. Diese Schiris sind dafür bekannt, dass sie bei Meckern nicht lange zögern."

Wobei sein Team damit schon die gesamte Saison kein Problem habe. "Das haben wir vor der Saison ganz deutlich angesprochen. Als ich noch selbst gespielt habe, hatten wir des Öfteren auch Probleme mit den Schiedsrichtern - weil wir es uns durch die Meckerei manchmal auch selbst schwer gemacht haben", so Clausen.

Viele Strafen gegen die Wittener

Nun wiederum habe sein Team von der eigenen Ruhe profitiert. Beim Stand von 23:22 für die HSG in der letzten Spielminute pfiffen die Schiedsrichter nämlich ein Offensivfoul gegen die Wittener. Clausen sagte: "Das kann man so oder so pfeifen. Wer aber zuvor schon die ganze Zeit auf die Schiedsrichter schimpft, der wird bei so einer Szene dann vielleicht auch eher benachteiligt."

Das zeigte sich auch in der Statistik: Fünf Zwei-Minuten-Strafen gegen Wittener Spieler sowie zwei Rote Karten gegen einen Akteur und den Trainer wurden von den Schiedsrichtern ausgesprochen. Gut für die HSG, die sich letztlich auch dadurch den dritten Sieg in Serie sicherte.

Dabei hatten die Rauxel-Schweriner aber zunächst hart zu kämpfen, denn Witten zog im ersten Durchgang zunächst auf drei Tore davon (8:5, 9:6). "Wir haben Moral gezeigt und sehr gut zusammen gespielt. Zuvor fehlte etwas die Körperspannung", so Clausen.

Die HSG wechselt den Torhüter

Ein Sonderlob bekam der HSG-Keeper Dustin Koch von seinem Coach, der "hervorragend gespielt" habe. Der Torwart ist normalerweise hinter Daniel Pavlakovik nur die Nummer zwei, kam in Witten aber nun von Anfang an zum Einsatz und spielte bis zur 48. Minute.

Für die Rauxel-Schweriner steht nun in diesem Jahr noch das Heimspiel gegen Westfalia Hombruch II (3.) am Sonntag, 16. Dezember, auf dem Programm. Das nächste Ligaspiel im neuen Jahr folgt am 13. Januar gegen Erkenschwick, ehe es dann erst am 2. Februar beim FC Schalke 04 II (4.) weitergeht.

Der Grund: Am Wochenende des 19. und 20. Januar darf laut dem Deutschen Handball-Bund aufgrund der Weltmeisterschaft nicht gespielt werden. Eine Woche danach hat die HSG spielfrei. Sebastian Clausen will aber nicht komplett auf Spielpraxis verzichten: "Wir werden Testspiele abhalten und im Pokal bei Linden-Dahlhausen (18. Januar, Anm.d.Red.) antreten."

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