Handball-Bezirksliga

Spiel des TuS Ickern kippt nach Verletzung von Kilian Esser

Castrop-Rauxel - Der TuS Ickern kann nicht mehr gewinnen. Am Samstag führte die Utech-Sieben zur Pause mit 11:8 gegen den HSC Haltern-Sythen 2, verlor aber deutlich mit 22:30.

Der Ickerner Trainer Ralf Utech konnte zum letzten Spiel des Jahres in der Sporthalle an der B235 mit zwei personellen Überraschungen für den Rückraum aufwarten. Neben Kilian Esser, der eigentlich seine Laufbahn beendet hat, bot er auch einen namhaften Neuzugang auf: Der ehemalige Zweitliga-Spieler Benjamin Pelzer, zuletzt für ETG Recklinghausen aktiv, hat sich dem TuS angeschlossen.

Pelzer war es auch, der per Siebenmeter den ersten Treffer der Partie erzielte. Danach setzte sich vor allem Esser, der seit Monaten nicht mit der Mannschaft trainiert hat, als Torgarant in Szene. Die starke Rückraum-Besetzung des TuS stellte die 3:2:1-Deckung der Halterner immer wieder vor Probleme. Esser nutzte die Freiräume in der ersten Halbzeit zu sieben der insgesamt elf Ickerner Tore.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte er mit dem 12:8 in der 32. Minute unmittelbar an diese Leistung an. Die Aktion sollte jedoch Kilian Essers letzte in diesem Spiel gewesen sein. Beim Torwurf verletzte er sich am Knie und musste für den Rest der Spielzeit passen.

Ohne den bis dahin stärksten Mann geriet das TuS-Offensivspiel ins Stocken. Bis zur 46. Minute (15:15) konnten sich die Gastgeber noch Hoffnungen machen. Danach brachen jedoch alle Dämme: Haltern kam in der Schlussviertelstunde mit nahezu jedem Angriff zum Erfolg, begünstigt durch zahlreiche technische Fehler des TuS sowie unglückliche Aktionen von Torhüter Fabian Krix.

"Bis zur Verletzung von Kilian ist unser Konzept aufgegangen", kommentierte Utech, "es ist kaum zu fassen, was für ein Pech wir in dieser Saison haben." Allerdings wollte der Trainer die Niederlage nicht nur an dieser Szene festmachen, sondern sah auch die anderen Spieler gefordert. "Wir müssen mehr einfache Tore erzielen", sagte er, "in der Schlussphase hat man gesehen, dass im Angriff jeder nur darauf wartet, dass ein anderer etwas Geniales mit dem Ball macht, damit er es nicht selbst machen muss."

Nach nunmehr zehn Spielen ohne Sieg geht der TuS als Vorletzter (15.) in die Spielpause. Der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz (13.) ist mit drei Punkten aber noch überschaubar.

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