Handball

HSG erledigt Hausaufgaben, wieder ein Schützenfest mit Frauen des TuS Ickern

Weiter auf Aufstiegskurs fahren die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin. Ein torreiches Spiel erlebten die Frauen des TuS Ickern in Dortmund-Aplerbeck.

Die Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin haben am Samstagabend ihren zweiten Tabellenplatz und somit ihre Aufstiegsambitionen gefestigt. Beim Schlusslicht SG Suderwich hatte das Team von HSG-Trainer Sebastian Clausen souverän mit 34:28 (17:13) die Nase vorn. Die Rauxel-Schweriner haben weiterhin vier Minuspunkte weniger auf ihrem Konto als ihre Verfolger Wittener TV (3.) und Teutonia Riemke (4.).

Die Teams auf Platz eins und zwei steigen direkt auf. Um auch Meister zu werden, muss die HSG drei Punkte Rückstand auf Westfalia Hombruch 2 gutmachen.

Bezirksliga Ruhrgebiet

SG Suderwich - HSG Rauxel 21:28 (9:10)

RAUXEL-SCHWERIN: Pavlakovik, Koch; Mi. Neuhaus (7), Steinhoff (9), Wenge (1/1), Krause, Mi. Zimmer (1), Ziegler (2), Meyer, Soumagne (1), Materna (5), Ni. Zöpel (2), Paskaran, Wieser (6).

In der Helmut-Pardon-Sporthalle in Recklinghausen hätte sein Team zu jedem Zeitpunkt die SG Suderwich im Griff gehabt, berichtete Coach Clausen. Abgesehen von ihren drei Rückraumspielern Torben Radtke, Christian Kotke und Jan Anderle hätten die Gastgeber keine Aktivposten gehabt. Und eben deren Kreise engten die Rauxel-Schweriner nach einer Umstellung in der Abwehr nach Anfangsphase sehr gut ein.

Vorsprung schmilzt

Nicht bange wurde Sebastian Clausen, als in der 20. Minute ein Vier-Tore-Vorsprung bis auf einen Treffer (10:11) zusammenschmolz. Zur Pause (17:13) war der Schaden bereits wieder repariert.

Nach dem Seitenwechsel war die HSG-Abwehr stabiler geworden. Und die Torerfolge verteilten sich auf alle Feldspieler. Davon profitierte vor allem Michel Neuhaus, der überwiegend bei Tempogegenstößen erfolgreich und am Ende mit sieben Treffern bester Werfer vor Linksaußen Björn Wieser (6) war.

Clausen sagte: "Wir waren stets Herr der Lage. Da ist auch in der Phase, in der wir dreimal Latte und zweimal den Torwart getroffen haben, keine Gefahr entstanden." Letztlich hätte laut Clausen der Sieg weitaus höher als mit sechs Toren Vorsprung ausfallen können: "Es hat sich allerdings ausgewirkt, dass wir am Ende viel durchgewechselt haben."

Es war auch ein Luxus-Wechsel dabei: Michel Zimmer, der gerade aus dem Urlaub gekommen war, spielte die abschließenden zehn Minuten. Clausen: "Er ist immerhin ein Spieler, der auch ein Spiel ganz allein entscheiden kann." Am Sonntag, 5. Mai, die duelliert sich die HSG mit dem Tabellennachbarn Wittener TV (3.).

Frauenhandball

Bezirksliga

Ewaldi Aplerbeck - TuS Ickern 5:29 (3:16)

ICKERN: J. Becker, Küsters; Scheipers (6), D. Skiba, Bittorf (2), Bader (5), Bartikowski (3), A. Skiba (1), Schnabel (6), Ittermann (3/1), D. Becker (3).

Die Bezirksliga-Handballerinnen des TuS Ickern (10.) haben zum zweiten Mal aufgezeigt, dass ihr Tabellennachbar Ewaldi Aplerbeck nicht auf Augenhöhe mit ihnen ist. Nach dem 31:11 im Hinspiel feierte das Team von TuS-Trainer Fabian Wolf am Sonntagmorgen einen 29:5 (16:3)-Erfolg in Dortmund.

Das sah schon wie ein Klassenunterschied aus. Laut Trainer Fabian Wolf ging es beim drittletzten Saisonspiel zwar nur "um die goldene Ananas", da beide Mannschaften mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Sein Team ging das Spiel aber dennoch sehr motiviert an.

In den ersten zehn Minuten ließen die TuS-Frauen kaum gegnerische Torwürfe zu, agierten deutlich dynamischer und machten einfache Tore durch Tempogegenstöße. Exemplarisch dafür waren drei Tore in Folge zum 9:2, bei dem Torhüterin Jasmin Becker erst parierte und dann einen präzisen, langen Pass auf die losgesprintete Saskia Scheipers warf, die jeweils freistehend vor der gegnerischen Torhüterin verwandeln konnte. Mit einer Auszeit gelang es Ewaldi-Trainer Burkard Herold, kurzfristig die Abwehr zu stabilisieren. Gegen die TuS-Gegenstöße fanden die Gastgeberinnen jedoch selten ein Mittel.

Frustrierte Gastgeberinnen

Nachdem es zur Halbzeit bereits 16:3 für Ickern stand, konnte die Wolf-Sieben im zweiten Durchgang Spielvarianten ausprobieren. Jetzt kombinierte sich der TuS ein ums andere Mal zu sehenswerten Treffern. Auf Aplerbecker Seite der Frust zu. Was sich in unnötigen Fouls und einer berechtigten Roten Karte auswirkte. Den Endstand von 29:5 kommentierte Fabian Wolf: "Nach der schnellen und deutlichen Führung hat das Spiel uns Spaß gemacht und fast alle Spielerinnen trafen."

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