Jugendhandball

Die D-Jugend des TuS Ickern eifert dem Handball-Profi Andreas Wolff nach

Das D-Jugend-Team des TuS Ickern besteht größtenteils aus Jungen, doch auch Mädchen helfen ab und zu aus. Der Keeper der Ickerner lernt den Handballsport mithilfe von Videoaufnahmen.

Der Spaß am Sport sowie die ersten Grundkenntnisse stehen bei den D-Jugendlichen des TuS Ickern im Vordergrund. Doch die jungen Spieler und Spielerinnen hat zur zweiten Saisonhälfte der Ehrgeiz gepackt. Das merkt man vor allem an ihrer hohen Lernbereitschaft, wenn neue Elemente ins Training fließen und die Kleinen "an den Lippen der Trainer hängen", wie Trainer Tim Weiß erzählt. Als Vorletzter in der Tabelle (9.) wollen sie raus aus dem Tabellenkeller und die Rückrunde nutzen, die vielen unglücklich verlorenen Spiele wenigstens ein bisschen wettzumachen.

Das Team um Trainer Tim Weiß hat einen Kader von elf Spielern. Um die Bank voll zu besetzen - wofür 14 Spieler notwendig wären - greift er regelmäßig auf einige Handballerinnen aus dieser Altersklasse zurück. Wie zum Beispiel Julia Hansmeyer und Rahel Trockel. Der Trainer verrät: "Die beiden Mädchen spielen oft samstags und sonntags, quasi eine Doppelbelastung, doch als solche empfinden sie es nicht."

Der TuS Ickern hat manchmal nicht genügend Wechselspieler

Als gemischt gemeldetes Team hat die D-Jugend bessere Chancen, denn auch Tage mit nur acht Spielern kennen sie. "In so einem Fall kann ein Spiel ganz schön lang werden, wenn man nicht genug Einwechsler hat", sagt Weiß, der selbst einmal aktiver Handballer war. Nun bringt er als "handballverrückter Vater", wie er sich selbst beschreibt, unter anderem auch seinem Sohn Max den Handball näher. Unterstützt wird er von Nico Werner, selbst Handballer in der 2. Herrenmannschaft beim TuS, und Hermann Pfadenhauer.

Bis sich die Bewegungen bei den jungen Spielern automatisieren, braucht es Übung, Geduld und zwischendurch das eine oder andere Erfolgserlebnis. Mit vier Punkten Unterschied in den letzten drei Minuten gewannen sie erst kürzlich gegen Bochum Linden: Das war ein Erfolgserlebnis. "Im letzten Time-out haben wir einen Spielzug besprochen, den haben sie dann exakt so durchgeführt und anschließend fiel direkt ein Tor", erzählt der Trainer begeistert. Mit einfachen Worten so enorme Verbesserungen bei seinen Schützlingen zu erzielen, freue ihn sehr und sporne ihn an, Trainer zu sein. Er nutze so vor allem die Gelegenheit, Zeit mit seinem Sohn zu verbringen.

Die Spieler probieren sich auf allen Positionen aus

Im Training lernen die Spieler die verschiedenen Positionen auf dem Handballfeld kennen, sie lernen sie zu besetzen und zu halten. "Die Spieler sollen ruhig alle Positionen einmal ausprobiert haben. Nach und nach kristallisiert sich heraus, ob sie ein Kreisläufer oder eher ein Rückraumspieler sind", sagt Weiß.

Drei der Ickerner Altjahrgänge wechseln in der nächsten Saison in die C-Jugend. Weil das Team dann besonders auf Nachwuchs angewiesen ist, bietet der Verein immer wieder Schnuppertage an, um für den Sport zu begeistern. "Da haben es die Haltern-Sythener mit drei D-Jugend-Mannschaften schon einfacher", sagt Weiß und vermutet dahinter eine größere Handballtradition in der Region um Haltern.

Um die Tradition des Handballs in der Familie Weiß jedoch aufrecht zu erhalten, lassen sich Vater und Sohn Max auch gerne mal durch ein Youtube-Video ihres Idols Andreas Wolff motivieren. Max hat sich ebenfalls für die Position Torwart entschieden und schaut sich die Bewegungen des WM-Nationaltorwarts genau an. Aufgeben? Niemals! "Und wenn wir mal verlieren, halten wir als Team trotzdem zusammen", ist sich Max sicher und hat schon eine wichtige Lektion gelernt.

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