Jugendhandball

Der Nachwuchs des TuS Ickern hat viel Spaß bei der Nikolaus-Olympiade

Die Nikolaus-Olympiade war bei den Nachwuchshandballern des TuS Ickern ein Novum. Die Kinder waren begeistert, der Verein hat sein Ziel aber noch nicht erreicht.

Rund 60 Kinder - dazu Trainer und Eltern - lauschen konzentriert, als Monica Werner-Pfadenhauer die Regeln in der Sporthalle an der B235 erklärt. Als sie dabei zur dritten Olympia-Station kommt, bricht heiteres Gekicher bei den Kindern aus. "Dort werden die Trainer dann ein Tierkostüm anziehen", hatte sie gerade angekündigt. Die bloße Vorstellung reicht offenbar, um große Heiterkeit zu erzeugen.

Damit ist ein Etappenziel der Nikolaus-Olympiade bereits vor dem Startschuss erreicht. Gemeinsam Spaß haben. Die Nikolaus-Olympiade soll ein Gemeinschaftserlebnis für alle Jugend-Mannschaften sein, samt Trainern und Eltern - so schildern es die zahlreichen Beteiligten einhellig. "Wir wollen für die Kinder etwas machen", erzählt Marc Teigeler, "sowas hat früher gefehlt; etwas, das über den puren Sport hinaus geht".

Besser als ein gemeinsamer Filmabend

Der 17-Jährige spielt bereits seit zehn Jahren Handball beim TuS, trainiert inzwischen nebenher die weibliche D-Jugend. Keine 30 Minuten später wird er in einem albernen Tierkostüm stecken. Genau wie Nico Werner. Der ist fast ebenso lang für den TuS am Ball, coacht inzwischen die männliche D-Jugend. "Das hier ist bedeutend mehr, als wenn man als Mannschaft einen Film guckt und dazu Pizza bestellt" sagt der 17-Jährige.

Das Startsignal erklingt. Die Olympiade beginnt mit einer Denksportaufgabe, einem Kreuzworträtsel. Paraphrasierte Handballbegriffe führen zum jeweiligen Lösungswort, einem Tiernamen. So finden die Trainer zu ihren Kostümen. Doch zuvor muss eine Menschenkette vom Mittelkreis zum Rand der Halle gespannt werden, wo die Kostüme bereit liegen. Dazu fassen sich Kinder und Erwachsene nicht einfach bei den Händen, sondern ziehen Wäscheleinen durch die Trikotärmel.

Dann ist es endlich soweit, die Trainer schlüpfen in die Kostüme - großes Gelächter bei den Kindern. Kühe, Katzen und Einhörner stürmen nun zur gegenüberliegenden Hallenwand, wo sie Weihnachtsbaumschmuck, mit den Namen ihrer Schützlinge finden müssen.

Die A-Jugend-Spielerin im Einhornkostüm

Am Ende gewinnen die Jüngsten. Die F-Jugend belegt den ersten Platz, gefolgt von der E-Jugend. Die weibliche C-Jugend macht den Spaß einfach mit, verliert anständig, wird am Ende Letzte. Die jungen Handball-Damen legen einen höflichen Spätstart hin - und verhelfen den Jüngeren so zu ihrem Vorsprung. Bei der Nikolaus-Olympiade steht ja auch nicht der sportliche Wettbewerb im Vordergrund. Da lässt Ickerns weibliche C-Jugend nämlich ungern anderen Teams den Vortritt. Davon zeugt der Rückenaufdruck der Trikots: Oberliga-Vorrunde 2018/19.

Ihr Team wird angeführt von Nelia Wiese im Einhornkostüm. Die 18-jährige A-Jugend-Spielerin sprang für den Coach ein und hatte im Vorfeld die Kostüme besorgt. "Viel mehr hatte ich nicht zu tun, da haben sich andere drum gekümmert", sagt Nelia Wiese.

Allen voran der neu installierte Jugend-Vorstand aus Marion Werner-Pfadenhauer, Heike Laar und Michael Trockel. Der hatte bereits im April seine Arbeit aufgenommen. Anfang Mai lockte dann ein Schnuppertag neue junge Mitglieder an - Nachwuchs für die jüngeren Altersklassen. Eltern übernahmen Trainerämter. "Damit haben wir unsere Lücken aber noch nicht völlig geschlossen", sagt TuS-Abteilungsleiter Christian Becker, "das werden wir auch nächstes Jahr noch nicht geschafft haben."

Sowohl eine männliche als auch eine weibliche B-Jugend fehlen derzeit. Bis die Novizen das Alter erreicht haben, wird es noch ein paar Jahre dauern. Daher will der TuS Ickern demnächst mit einem weiteren Schnuppertag werben - der sich an ältere Jugendliche richtet.

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