Juniorenfußball

Leonie Herbst setzt sich gegen die Jungen im Fußballspielen durch

Die 14-Jährige Leonie Herbst spielt Fußball bei den C2-Junioren der Spvg Schwerin. Sie ist Stammspielerin, also besser als mancher Junge. Doch bald endet ihre Zeit auf Schwerin.

Während viele Fußballer gerne Tore schießen wollen, steht Leonie Herbst viel lieber im hinteren Drittel des Feldes als Defensivspielerin. In der C2 bei den Jungen der Spvg Schwerin hat die 14-Jährige ihren Platz im Team gefunden. Den muss sie am Ende dieser Saison jedoch aufgeben, was ihr gar nicht so leichtfällt.

Leonie Herbst spielt seit 2012 bei der Spvg Schwerin, "quasi ihr halbes Leben lang", wie ihr Trainer Frank Jakubus feststellt. Laut ihrem Trainer ist die Linksverteidigerin mittlerweile bei C-Junioren Stammspielerin und "eine der tragenden Säulen" der Mannschaft. "Leonie hat eine unglaubliche Ruhe am Ball, ist passsicher und bringt sich trotz ihrer zurückhaltenden Art ins Team ein, indem sie bei fast jeder Aktion dabei ist", sagt Jakubus. "Leonie ist außerdem eine der Trainingsfleißigsten hier bei uns im Team. Wahrscheinlich würde sie auch viermal zum Training kommen, wenn wir viermal trainieren würden", schmunzelt er.

Leonie Herbst "hat schon viele andere Stürmer alt aussehen lassen"

Seit Leonie im Jahr 2014 nach Schwerin gekommen ist, trainiert Jakubus sie und hat eine enorme Entwicklung bei ihr festgestellt. Damit sie bei den Jungen mitspielen darf, war eine Sondergenehmigung vom Verband nötig. Denn üblich ist es nicht, dass Mädchen in der Altersklasse noch mit den Jungen zusammenspielen. Doch Leonie steht sowohl ihren Teamkollegen als auch den Gegnern in ihrem fußballerischen Können in nichts nach. "Sie hat schon viele andere Stürmer alt aussehen lassen", so ihr Trainer.

Doch auf Schwerin ist bald für Leonie Herbst Schluss. Zur kommenden Saison wechselt Leonie in die Damenmannschaft der SG Lütgendortmund. Dort hat sie bereits einige Male ein Probetraining mitgemacht, nachdem sie bei einem Turnier positiv aufgefallen und beim Trainer der SG Lütgendortmund in Erinnerung geblieben war. In Dortmund erwartet sie im Sommer dann eine reine Damenmannschaft. "Diese Saison macht sie aber - wie ein Profi - noch bei uns zu Ende", so Jakubus.

Leonie Herbst geht viermal pro Woche zum Training

Als Obercastroperin hat Leonie Herbst keinen allzu langen Weg zum Dortmunder Trainingsplatz an der Idastraße. Ihr Vater unterstützt sie bei all ihren Fahrten zum Training. Mittlerweile trainiert sie nicht mehr nur die drei Male auf Schwerin, sondern auch jeden Montag bei der Kreisauswahl in Gelsenkirchen, wo die besten Spielerinnen im Kreis zusammenkommen. Als eingefleischter BVB-Fan kein leichtes Unterfangen, doch über die Lokalrivalität der beiden Ruhrgebietsvereine kann Leonie für ihr eigenes Weiterkommen darüber hinwegsehen.

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