Online-Abstimmung

Malte Jakschik hat die Chance auf ein Sportstipendium

Castrop-Rauxel - Malte Jakschik ist nicht nur Weltmeister mit dem Deutschland-Achter, auch außerhalb des Ruderboots leistet der Ruderer des RVR Außergewöhnliches. Nun hat er die Chance auf ein Stipendium.

Neben dem Hochleistungssport treibt der 24-Jährige vom RV Rauxel seine akademische Laufbahn voran, und das so beeindruckend, dass der im Master-Studium steckende, angehende Maschinenbau-Ingenieur von der Deutschen Sporthilfe nun als einer von fünf Kandidaten ausgewählt wurde für die Online-Abstimmung "Sportstipendiat des Jahres".

Malte Jakschik, der seit 2014 eine feste Größe im DRV-Prestigeboot ist, freut sich, zu den Auserwählten zu zählen: "Für mich ist das richtig cool. Die Auszeichnung ist eine große Wertschätzung für mich und für das, was wir - und mit ,wir´ meine ich alle Athleten, die parallel zum Spitzensport studieren - tagtäglich leisten."

Jakschik benötigt viel Organisationstalent

Und ein gutes Beispiel hat der 1,94 Meter lange Athlet auch parat: Unmittelbar vor der Abreise zur WM im vergangenen Jahr in den USA hatte er noch seine Bachelorarbeit an der Ruhr-Uni Bochum abgegeben: "Unsere Saison verlief super, deswegen wollte ich auch im Training für die WM kein bisschen nachlassen, um unsere Siegesserie nicht abreißen zu lassen. Also habe ich in der Vorbereitungszeit eigentlich nur noch trainiert und in den Pausen an meiner Bachelorarbeit gesessen", erzählt Jakschik, der in Rio 2016 mit dem Achter Olympia-Silber gewann.

Der Recke vom RV Rauxel erzählt weiter: "Noch sehr viel mehr selbst erarbeiten, organisieren und nachholen muss ich, wenn ich längere Zeit wegen Trainingslagern oder Wettkämpfen fehle. Das bedeutet immer viel Organisation, man muss sich frühzeitig um alternative Prüfungstermine bemühen. Ich habe auch schon Extra-Klausuren im Dozentenzimmer geschrieben."

Dennoch nimmt er die Mühen auf sich, denn "ich will mich nicht nur über den Sport definieren. Beides parallel ist zwar stressiger, aber es tut auch beiden Bereichen gut." Sollte Malte Jakschik die öffentliche Online-Wahl gewinnen, winkt ihm ein 18-monatiges Stipendium in Höhe von 800 Euro pro Monat. Das Wahlbüro ist ab sofort geöffnet.

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