Serie: Leute im Sport

Handball-Trainer will Keeper zum Tennis schicken

In unserer Serie "Leute im Sport" geht es diesmal unter anderem um eine Handball-Torhüterin mit einer enorm weiten Anreise zum Spiel, einen Fußball spielenden Lehrer mit Nackenproblemen sowie einem Coach der seinen Keeper mit einer anderen Sportart in Verbindung bringt.

Christina Küsters, Torhüterin der Bezirksliga-Handballerinnen des TuS Ickern, hatte am Samstag die weiteste Anreise zum Spiel beim HSV Herbede. Eigentlich hatte Küsters noch das Wochenende in Österreich verbringen wollen, wo sie sich zuletzt mehrere Monate im Rahmen ihres Studiums aufgehalten hatte. "Da unsere anderen Torhüterinnen alle nicht zur Verfügung standen, ist Christina extra früher zurückgekommen", freute sich TuS-Trainer Fabian Wolf. Der Einsatz lohnte sich: Mit ihren Teamkameradinnen konnte Küsters einen deutlich 24:14-Sieg in Witten und zudem den Sprung auf Tabellenplatz fünf feiern.

Marc Kruska, Fußball-Profi aus Rauxel, feierte am Samstag beinahe einen Einstand nach Maß mit seiner neuen Mannschaft, dem SV Werder Bremen II. Bis zur 56. lief es für die Hanseaten, für die Kruska bei seinem Debüt sogar als Kapitän auflief, gegen Preußen Münster nahezu perfekt. Durch Treffer von Niklas Schmidt und Ousman Manneh führte Bremen II mit 2:0. Danach gelangen dem Münsteraner Michele Rizzi allerdings vier Treffer- und Kruskas Team unterlag mit 2:4. Marc Kruska sagte nach Abpfiff: "Mir kam es nach dem 2:1 vor, als wäre Münster mit einem oder zwei Männern mehr auf dem Platz. Trotzdem dürfen wir nicht an uns zweifeln, wir haben ja gesehen, wie gut es in der ersten Stunde gelaufen ist."

Stephan Speckbacher, Trainer der zweiten Handball-Mannschaft der HSG Rauxel-Schwerin, übte sich nach dem 29:26-Heimsieg gegen die TSG Sprockhövel 2 in einer besonderen Form des Lobes für seinen Torhüter Jan-Philipp Zautke. "Er hat in der zweiten Halbzeit sehr gut gehalten", kommentierte Speckbacher. Mit Blick auf den neben ihm stehenden Zautke, der eine Tüte mit Tennisschlägern bei sich trug, fügte er schmunzelnd hinzu: "Nach der ersten Hälfte habe ich ihm noch gesagt: Geh' lieber Tennis spielen." Zur Pause hatte die HSG 2, die zu den Aufstiegskandidaten zählt, mit 13:17 zurückgelegen.

Martin Kapitza, Fußballspieler der Spvg Schwerin in der Bezirksliga, wird seine beiden Tore im Testspiel gegen RW Barop (Endstand 4:2) mit einem besonders hohen Anteil von Glücksgefühlen erzielt haben. Das könnte man jedenfalls so annehmen, nachdem der Schweriner Geschäftsführer Peter Wach am Rande der Freundschafts-Begegnung mit dem Sparringspartner aus dem Dortmunder Süden etwas erzählte. Kapitza sei nämlich ganz stolz, weil er bei der Bau- und Malerfirma Dinter und Dinter unlängst seine Gesellenprüfung bestanden hatte.

Stefan Tiedke, Mannschafts-Kapitän des Fußball-Landesligisten FC Frohlinde, konnte am Sonntag zum Testspiel wegen Verletzung nicht auflaufen. Wie der Defensiv-Akteur und Pädagoge erzählte, wird er sich den "steifen Hals" wohl bei der Reise mit seinen Schülern in ein Skigebiet geholt haben. Der FCF-Spieler sagte: "Nach 15 Stunden im Bus konnte ich meinen Kopf nicht mehr richtig bewegen." Erst als ihm Team-Masseur Marc Alm insgesamt 20 Minuten am Spieltag behandelt hätte, verspürte er eine Verbesserung der Schmerzen im Nackenbereich.

Werner Hülsmann, Urgestein des FC Frohlinde, hatte sich gegen die Kälte am Sonntag im "Eiskeller" an der Brandheide mit einer schicken Wollmütze gewappnet. Diese habe er sich kürzlich bei einer Reise im österreichischen Kitzbühel zugelegt, erzählte er dem interessierten Fragesteller am Rande der Partie gegen Viktoria Kirchderne. Ansonsten wäre es nicht so toll dort unten gewesen, sagte der Hülsmann. Obwohl im Ort dort unten sein Fußballidol Franz Beckenbauer und Schlagersänger und Ex-Skiläufer Hansi Hinterseer wohnen. Die Mütze wird ihn lange daran erinnern.

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