Serie: "Yesterday"

Footballer eröffneten die Sporthalle an der B235

HABINGHORST. - Footballer aus Herne hielten im Jahr 1982 in der Sporthalle an der B235 eine Einheit ab - doch für den Bau war ein anderer Verein verantwortlich, der sein integriertes Clubheim in Eigenregie errichtete.

Heute vor 35 Jahren berichtete unsere Zeitung auf einer Seite über das lokale Sportgeschehen in Castrop-Rauxel. Unter anderem erschien eine Ankündigung, dass am 29. Oktober 1982 die nagelneue Sporthalle an der B235 mit dem siebten Hallensportfest der Sportjugend im Stadtsportverband eingeweiht werden sollte. Und dafür kam ein ganz besonderer Gast in die Europastadt: das American Football-Team Herner "Tiger", das auch in Castrop-Rauxel zu dieser Zeit sehr populär gewesen ist.

"Wir wollten den Zuschauern damals eine attraktive Sportart bieten, die es in Castrop-Rauxel nicht gab", erinnerte sich der damalige Sportjugend-Chef Wilfried "Winnie" Straub in dieser Woche im Gespräch mit dieser Redaktion an das Fest vor 35 Jahren. Er fragte damals in Herne an und erhielt auch schnell die Zusage. "Die Leute in der Halle haben das wirklich sehr gut angenommen", sagte Straub.

Zuschauer forderten Zugabe

Zwei Stunden dauerte das Programm in der Halle - 20 Minuten lang durften die Herner Footballer ihr Können unter Beweis stellen. Die Castrop-Rauxeler Zuschauer konnten offenbar nicht genug bekommen. "Erst nach einer Zugabe durften die Tiger wieder in ihre Käfige zurück", schrieb unsere Zeitung in der Nachberichterstattung.

Fast schon traditionell standen beim Hallensportfest auch wieder die Endspiele der Juniorenfußball-Stadtmeisterschaft auf dem Programm. Ein weiterer Titel wurde im Korfball vergeben.

Dafür, dass die Sporthalle an der B235 überhaupt gebaut worden ist, zeichnete ein Verein besonders verantwortlich. "Das war der TuS Ickern. Das Sportamt hat den Bau aber natürlich mitgeplant", erklärte der Ex-Leiter des Sportamtes, Winfried Hetzel, im Gespräch.

TuS Ickern baute in Eigenleistung

Der frühere Vorsitzende der Handball-Abteilung des TuS, Friedhelm Laudwein, erinnert sich vor allem an den Anbau des vereinseigenen Clubheims: "Wir mussten nach den Spielen immer in der einen oder anderen Wirtschaft einkehren", so Laudwein. Den Bauplan entwarfen die Ickerner selbst in Abstimmung mit dem Kreis, unter dessen Trägerschaft die Sporthalle steht. Laudwein sagt: "Wir haben alles in Eigenleistung geschafft, der Bau dauerte etwa neun Monate."

Zuletzt rückte die Sporthalle im Jahr 2016 in den Mittelpunkt. Damals wurden die Gewerke Lüftung, Heizung und Sanitär sowie die dazugehörige Steuerungs- und Regelungstechnik komplett saniert. Die Maßnahme kostete knapp 400000 Euro. Die bisherigen Anlagen waren seit dem Hallenbau installiert und entsprachen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Neben dem TuS Ickern trainieren heute auch Sportler des Turnerbund Rauxel und HKC Albatros in der Sporthalle an der B235.

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