Christian Ahlmann (Springreiter)
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Stammgast in Doha: Schon 2013 feierte der Marler Christian Ahlmann auf der arabischen Halbinsel Erfolge.

Reitsport

Von Marl nach Doha - so sieht der Fahrplan für Christian Ahlmann aus

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Bis zu den Olympischen Spielen ist es noch ein langer Weg für Christian Ahlmann. Ein kleines Stück Normalität erlebt der Marler Springreiter aber jetzt schon.

Es sind ungewohnte Zeiten auch für einen Profisportler wie Christian Ahlmann. Sammelte der Springreiter aus Marl in den vergangenen 15 Jahren Flugmeilen beinahe im Wochentakt, war seine einzige ernst zu nehmende sportliche Destination im Kalenderjahr 2021 Salzburg. Knapp 800 Kilometer sind’s vom eigenen Hof in Marl-Frentrop ins österreichisch-deutsche Grenzgebiet. Der Sport in der Salzburgarena war zwar wie immer top organisiert und hochklassig. „Das richtige Prickeln, wenn Publikum da ist und mitgeht, war natürlich nicht da“, berichtet der 46 Jahre alte Familienvater. „Selbst wenn du im Großen Preis im Stechen eine Superrunde reitest, gab es nichts, keinen Applaus. Das war schon komisch.“

Es geht auch um dicke Prämien

Wenigstens in dieser Woche können sich Christian Ahlmann, aktuell 16. der Weltrangliste, und seine Kollegen wieder Flugmeilen auf ihren Konten gutschreiben lassen. In Doha am Persischen Golf startet die Global Champions Tour in ihre Saison. Organisator Jan Tops hat die Tour diesmal auf 14 Städte, die über den gesamten Globus verteilt sind, angesetzt. Nach der Komplettabsage im vergangenen Jahr, die der weltweiten Corona-Pandemie geschuldet war, hoffen die Sportlerinnen und Sportler endlich wieder auf ein Stück Normalität.

Natürlich geht es um Punkte für die Weltrangliste, aber natürlich auch um dicke Prämien – 99.000 Euro gehen alleine an den Sieger in der Hauptprüfung. „Ein Betrieb wie unser kostet einen Haufen Geld“, erläutert Christian Ahlmann. „Geld wirft der nur ab, wenn wir zu Turnieren fahren können, wenn etwas passiert.“ Alleine vor diesem Hintergrund hofft der Championatsreiter, dass sich irgendwann wieder eine gewisse Normalität einstellen wird.

Kann das Weltcup-Finale in Schweden stattfinden?

Dazu zählt eben nicht nur, dass ein Profisportler wie er sich jede Woche testen lassen muss. Das ist noch das kleinste Übel. „Viele leben von der Substanz. Wenn ich nicht schon so weit wäre und so lange dabei, müsste man sich ernsthaft Gedanken machen, etwas anderes zu tun“, sagt Christian Ahlmann.

Neben der Global Champions Tour gibt es einen weiteren Fixpunkt: Das Weltcupfinale, das für Anfang April in Göteborg angesetzt ist. Eine Qualifikation dafür hat nicht stattgefunden, aufgrund seiner Weltranglistenplatzierung dürfte Christian Ahlmann dabei sein. Allerdings hat die Corona-Pandemie Schweden im Griff, und das stärker denn je. Und an die olympischen Reiterwettbewerbe in Tokio mag der Marler in diesen Tagen gar nicht denken. „Das ist alles noch weit, weit weg“, sagt er. Wenigstens dürfte er zusammen mit Daniel Deußer und Marcus Ehning einen Platz im Olympiakader sicher haben.

Ahlmanns Pferde werden Anfang dieser Woche in den Flieger verladen, der Reiter folgt kurz darauf. Die Reise ins Emirat lohnt doppelt: Eine Woche vor dem Start in die Global Champions Tour ist dort bereits an diesem Wochenende ein weiteres hochkarätiges Springturnier angesetzt.

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