Corona zwingt die Städte und Vereine zu drastischen Maßnahmen, betroffen sind auch die Fußballplätze.
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Auch die Platzanlage in Marl-Sickingmühle ist gesperrt.

Fußball (Update)

FLVW setzt letzte Frist bis 23. April - Vereinsfragebogen ist online

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Wie und ob die Amateurfußball-Saison in Westfalen weitergeht, soll endgültig am 23. April geklärt werden. Auf dieses Datum einigten sich am Donnerstagabend in einer Telefonkonferenz die Kreisvorsitzenden.

  • Die Vereine sind aufgefordert, per Fragebogen ihre Meinung zu sagen.
  • Noch ist ungewiss, wann es überhaupt weitergehen kann.
  • Das letzte Wort haben das Präsidium und die Ständige Konferenz.

Update Freitag, 17. April:

Der vom Fußball- und Leichtathletikverband am Donnerstagabend angekündigte Vereinsfragebogen ist online.Bis 21. April haben alle Fußballklubs in Westfalen die Möglichkeit zu sagen, wie sie die unterbrochene Saison fortsetzen wollen bzw. wie bei einem Abbruch zu verfahren wäre.


Folgende Szenarien scheinen denkbar:

• Annullierung der Saison (sie hätte damit nie stattgefunden). 

• Abbruch nach Stand der Hinrunde. Es gibt nur Aufsteiger, keine Absteiger.

• Abbruch nach aktuellem Tabellenstand. Auch hier gebe es keine Absteiger mit Ausnahme der Mannschaften, die zurückgezogen haben.

 • Fortsetzung der Saison möglicherweise bis in den Herbst hinein.

Mit der Fortsetzung der restriktiven Maßnahmen in der Corona-Krise am Mittwoch hat die Bundesregierung eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs erschwert.Bis 3. Mai bleiben alle Sportanlagen für Trainings- und Spielbetrieb gesperrt.

Der FLVW will das Votum seiner Vereine auswerten.

 Der FLVW selbst hat sich Donnerstag nächster Woche (23. April) zum Ziel gesetzt, bis dahin soll das Meinungsbild stehen und die nächste Telefonkonferenz stattfinden. Dann soll ein mehrheitsfähiger Beschluss auf den Tisch kommen. 

Das Präsidium des FLVW und die Ständige Konferenz, bei der unter anderem alle Kreisvorsitzenden vertreten sind, müssten im Anschluss das Resultat bestätigen, bevor es amtlich wäre.

Das ist der Stand von Donnerstagabend, 16. April:

Bei der Telefonkonferenz am Donnerstag zugeschaltet war das Verbandspräsidium um Gundolf Walaschewski sowie der Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, Reinhold Spohn aus Herne. 

Am Freitag, 17. April, soll zunächst ein Fragebogen an die Vereine gehen. Über den will der Verband sich ein letztes Stimmungsbild machen. 

Hans-Otto Matthey, der hiesige Kreisvorsitzende, hält das Vorgehen für gut und sinnvoll: „Die Interessen der Vereine sind unterschiedlich, da muss man ganz genau abwägen.“ 

Eine einheitliche Lösung von der Ober- bis in die Kreisliga D

Wichtig sei aber, dass sich die Kreisvorsitzenden und das Präsidium verständigt hätten, am 23. April eine Lösung zu finden „die von der Oberliga bis in die Kreisliga D und damit für alle gilt“.

 Wie die aussehen kann, dazu wollte der „KV“ am Donnerstagabend kurz nach der Videokonferenz keine Stellung nehmen: „Das ist - gerade da noch die Vereinsbefragung kommt - Kaffeesatzleserei.“

Die Videokonferenz war anberaumt worden, da die ursprünglich angeordnete Spielpause zunächst bis 19. April begrenzt war. Frühzeitig hatte sich allerdings angedeutet, dass ein Wiederbeginn in diesem Frühjahr unmöglich sein würde. Mit der Verlängerung der Restriktionsmaßnahmen in der Corona-Krise am Mittwoch hat die Bundesregierung den Spielraum weiter eingeengt.

Viele rechtliche Fragen sind offen

Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist demnach erst nach dem 3. Mai möglich. Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus wirft dabei viele rechtliche Fragen auf. Etwa was die Vertragsspieler betrifft. Deren Verträge enden normalerweise am 30. 6., ab dem 1. 7. wären sie nicht mehr versichert, wenn sie sich keinem anderen Verein angeschlossen haben. Haben sie das getan, sind sie ab dem 1,7. für diesen (also neuen Klub)  spielberechtigt. Vorsorglich hatten die Verbände die Ordnungen angepasst. 

Egal was passiert, es dürften Klagen kommen

 Das ist nur einer von vielen Aspekten. Manfred Schnieders aus dem Verbandspräsidium hatte bereits vor Wochen geahnt: Egal welchen Weg der Verband wählt, dürfte er sich Klagen entgegen sehen. Daher müssen sowohl eine Fortsetzung des Spielbetriebs (auch ohne Saisonverlängerung) wie ein immer wahrscheinlicher werdender Abbruch wohl überlegt sein.

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