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EM-Gold in Glasgow: Der 26-jährige Marius Kusch freut sich über seinen Sieg über 100m Schmetterling.

Schwimm-EM in Glasgow

Marius Kusch feiert seinen bisher größten Sieg und seine Eltern feiern mit

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Der Dattelner Schwimmer Marius Kusch gewinnt Gold bei der Kurzbahn-EM in Glasgow. Seine Eltern sind live dabei und Vater Udo hält alles mit dem Handy fest.

  • Marius Kusch gewinnt bei der Kurzbahn-EM Gold über 100 Meter Schmetterling 
  • Im Finale ist er in 49,06 Sekunden schneller als Steffen Deibler vor zehn Jahren
  • Im Januar soll die Olympia-Norm geknackt werden

Am Tag nach dem Gewinn der Goldmedaille schlenderte Marius Kusch mit seinen Eltern entspannt durch die Innenstadt von Glasgow. Am Abend zuvor hatte der gebürtige Dattelner bei der Kurzbahn-EM in der mit über 600.000 Einwohnern größten Stadt Schottlands Historisches geschafft. Über seine Paradestrecke, die 100 Meter Schmetterling, gewann der 26-Jährige souverän die Goldmedaille – die erste und einzige bislang für den DSV. 

17 Hunderstelsekunden schneller als Steffen Deibler

Triumphierend reckte Kusch, der hauptsächlich in den USA trainiert, im Ziel den Zeigefinger in die Höhe und ballte im Becken die Faust. Unter den Augen seiner Eltern, die auf der Tribüne mitfieberten – Vater Udo Kusch nahm das Finale mit seiner Handykamera auf – schlug der aktuell beste deutsche Schmetterlingsschwimmer über 100 Meter nach 49,06 Sekunden an – 17 Hundertstelsekunden schneller als Steffen Deibler bei seiner nationalen Bestmarke zehn Jahre zuvor. „Steffen Deibler hat mir noch am Abend über Instagram gratuliert“, sagt Marius Kusch. „Ich bin ja früher auch mal gegen ihn geschwommen. Konnte aber nie gewinnen“, erzählt Kusch, der durchaus noch weitere Medaillen in Glasgow gewinnen kann und möchte. Am Samstag startet er noch über die 50m-Schmetterling und 100m-Freistil. Am Sonntag ist der frischgebackene Europameister bei der 100m-Lagen-Staffel natürlich für die Schmetterlingsstrecke gesetzt. 

Im Halbfinale eine Sekunde langsamer 

Im Vorlauf und im Halbfinale hatte es Marius Kusch nach eigenen Angaben „langsam angehen lassen“. Mit der drittschnellsten Zeit, eine Sekunde langsamer als später im Finale, ging er im Endlauf auf Bahn drei ins Wasser. „Ich wusste, dass ich noch Luft nach oben habe“, sagt Marius Kusch, der das Rennen dann von vorneweg schwamm. Auf der Tribüne feuerten ihn Mutter Christiane und Vater Udo an, der das Rennen mit dem Handy festhielt. Als der Sieg schließlich feststand, gab’s auf den Rängen kein Halten mehr. Auch im Becken ließ Marius Kusch seiner Freude freien Lauf. Später im Mannschaftshotel, in dem auch die anderen DSV-Schwimmer untergebracht sind, musste er viele Hände schütteln. „Die meisten haben mir schon in der Halle gratuliert“, erzählt er.

Auch bei Olympia könnte es eine Medaille geben 

Marius Kusch hat sich fürs nächste Jahr einiges vorgenommen, schließlich soll es für ihn zu Olympia nach Tokio gehen. Im Januar will er in Tennessee die Norm schaffen. „Das sollte kein großes Problem sein. In diesem Jahr war ich schon sechs- oder siebenmal schneller“, erzählt er. Bei der Frage, ob es für ihn denn in Tokio dann auch Medaillenchancen gibt, lässt sich Marius Kusch nur schwer aus der Reserve locken. „Bei der letzten WM war ich noch vier oder fünf Zehntel von den Medaillenrängen entfernt. Aber wer weiß, wie es bei Olympia wird. Da müssen die Topleute auch erst einmal ihre Leistungen bringen“, gibt er zu bedenken. Und weil der 26-Jährige meist in den USA lebt und trainiert hat er mittlerweile auch den amerikanischen Spirit verinnerlicht. „Alles ist möglich“, sagt Marius Kusch. Zuzutrauen ist ihm seit Glasgow einiges.

So liefen die ersten Tage für den DSV bei der EM in Glasgow. 

Infos und Zeitplan der Schwimm-EM in Glasgow. 

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