+
Marius Kusch wurde vom Deutschen Schwimmverband für die 50 und 100m Schmetterling bei der WM in Südkorea nominiert

Dattelner Weltklasseschwimmer trainiert nun im Profi-Team

Marius Kusch für die Schwimm-WM nominiert

DATTELN - Für Marius Kusch, Weltklasseschwimmer aus Datteln, hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Der 26-Jährige hat sein Studium im Finanz- und Verwaltungswesen an der amerikanischen „Queens University of Charlotte“ abgeschlossen. Damit darf er für das Uni-Team nicht mehr starten und hat sich dem „Team Elite Aquatics“ unter Trainer David Marsh angeschlossen. Mit dem Profiteam bereitet er sich auf die Schwimm-Weltmeisterschaft 2019 im südkoreanischen Gwangju vor.

Vom Deutschen Schwimmverband (DSV) wurde Kusch über 50 und 100m-Schmetterling nominiert. „Um weitere Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln“, wie es in einer offiziellen Mitteilung des DSV heißt.

Ob Kusch diese zusätzliche Erfahrungen nötig hat, sei dahingestellt, denn in den vergangenen Jahren hat er sich sportlich enorm weiterentwickelt. Allein 2019 konnte er mehrere Rekorde in der NCAA Division II aufstellen. Zum Beispiel über 100 Yard Freistil, Schmetterling, Rücken oder auch Lagen. Über 100 Yard Schmetterling war Kusch in der zurückliegenden Saison sogar der schnellste College-Schwimmer der USA.

Durch die Summe seiner Erfolge wurde der Dattelner von den amerikanischen College-Trainern zum „Schwimmer“ des Jahres gewählt.

Seine Erfolge konnte der 26-Jährige aber auch auf der 50m-Bahn umsetzen und ist mit 51,35 Sekunden über 100m Schmetterling zurzeit die Nummer vier der Welt und mit 48,70 Sekunden der mit Abstand schnellste deutsche Sprinter über 100m Freistil. Auch über die 50m Schmetterling führt er die deutsche Rangliste in 23,38 Sekunden an.

Doch das Training mit dem Profiteam verlangt ihm noch mehr ab. Star-Coach David March, der als Cheftrainer der amerikanischen Olympiamannschaft die USA zu etlichen Goldmedaillen geführt hat und unter anderem Kuschs Lebensgefährtin Kathleen Baker zur Staffel-Olympiasiegerin und aktuellen Weltrekordhalterin über 100 m Rücken verhalf, fordert mehr als hundertprozentigen Einsatz von seinen Schützlingen.

„Obwohl ich wusste, dass das Training in diesem Team nicht vergleichbar ist mit dem an der Uni, ist der Unteschied jetzt am Anfang doch krasser als erwartet“, sagt Kusch, „die Intensität der Einheiten ist so enorm, dass ich am Abend einfach nur noch fertig bin.“

Er hofft darauf, dass sich sein Körper den Anforderungen möglichst schnell anpasst. „Bis zur WM hoffe ich, mich in der Weltspitze festsetzen zu können.“ Für ihn ist aber klar: „Mit meinen momentanen persönlichen Bestzeiten konnte ich auf jeden Fall zeigen, dass der begonnene Weg in Queens der richtige ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

"Kinderwelt" soll nach Feuer wiederaufgebaut werden: So sieht die Planung aus
"Kinderwelt" soll nach Feuer wiederaufgebaut werden: So sieht die Planung aus
Live-Ticker: Hier ist was los auf den Fußballplätzen im Vest Recklinghausen
Live-Ticker: Hier ist was los auf den Fußballplätzen im Vest Recklinghausen
Männer in Kettenhemden schwingen die Klingen - was die Besucher der Ritterspiele erwartet 
Männer in Kettenhemden schwingen die Klingen - was die Besucher der Ritterspiele erwartet 
Ist das Kunst oder kann das weg - Nebenschauplätze beim Parkfest
Ist das Kunst oder kann das weg - Nebenschauplätze beim Parkfest
Motorradfahrer aus Recklinghausen stirbt bei Unfall auf A45 bei Dortmund
Motorradfahrer aus Recklinghausen stirbt bei Unfall auf A45 bei Dortmund

Kommentare