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Meckinghovens Trainer Michael Nachtigall ist von der Trainingsbeteiligung nicht sehr begeistert.

Fußball

Bei Dattelns WM-Tippern liegen die Franzosen vorn

DATTELN - Nicht ohne Grund wurden die Testspiele der Dattelner Fußballteams am Sonntag in die Mittagszeit gelegt. Pünktlich zum WM-Finale wollen alle vor dem Fernseher sitzen. Die Dattelner Fußball-Experten sehen im Endspiel Frankreich in der Favoritenrolle.

Lars Frieg, Trainer der DJK SF Datteln, glaubt: „Beide können gewinnen, doch mein Gefühl sagt: Frankreich. Die Franzosen haben vorne drei schnelle Leute und eine gute Abwehr. Kroatien andererseits ist sehr abgebrüht.“ Diese Abgebrühtheit ist ihm auch in den Halbfinalspielen aufgefallen: „Engländer und Belgier waren noch zu grün hinter den Ohren. Die Erfahrung hat eine große Rolle gespielt.“

Rüdiger Bona, Trainer des SV Horneburg, würde Kroatien den Titel gönnen, tippt aber eher auf Frankreich: „Die Franzosen sind in einigen Situationen dynamischer, schneller und ausgeruhter.“ Enttäuscht war er vom ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Belgien: „Ich hatte mehr Feuerwerk erwartet. Für die Zuschauer war es nicht schön. Aber taktisch haben die Teams ihre Vorgaben gut umgesetzt.“

Markus Giesa, fußballbegeisterter Vorsitzender des TTC BW Datteln, macht in einer Woche seinen Wohnwagen fertig und fährt nach Kroatien in den Urlaub. „Vielleicht ja in das Land des Weltmeisters“, meint er. Sein Favorit heißt dennoch Frankreich. „Die Franzosen wirken insgesamt am stabilsten. Sie stehen hinten sicher und haben vorne gute Leute.“

Ein wenig schlägt sein Herz dennoch für die Kroaten: „Kroatien als Weltmeister wäre ein Monster-Überraschung. Es wäre gut für die Fußballwelt.“

Kai Moczyk, Coach von A-Ligist SV Borussia Ahsen, hat das deutsche Ausscheiden im Griechenland-Urlaub miterlebt. Danach wurde die WM für ihn zur Randerscheinung. Dennoch ist ihm aufgefallen: „Die Kroaten bekommen in der Verlängerung immer noch die dritte und vierte Luft. Sie werden getragen von einem Hype. Die Franzosen stehen als Favorit unter Druck.“

Auch bei Michael Nachtigall, Trainer von SW Meckinghoven, hat sich das WM-Fieber nicht eingestellt. „Ich habe erstmals nicht viel gesehen. Mir ist aber aufgefallen, dass das Niveau extrem nachgelassen hat.“ Er hat aber auch gesehen: „Wenn man mit Konzentration und Hingabe spielt, ist man gut dabei.“ Das WM-Endspiel will der Bayern München-Fan ein wenig mit dem DFB-Pokalfinale zwischen seinen Bayern und Eintracht Frankfurt vergleichen: „Da wollten die Frankfurter mehr. Wenn Kroatien auch mehr will, dann ist eine Überraschung möglich. Ich hoffe, dass das Finale ein Spektakel wird.“

Ein wenig erstaunt zeigte sich Klaus Herrmann, Vorsitzender von SW Meckinghoven: „Mit Ausnahme von Frankreich waren die vorne, die man am wenigsten dort erwartet hatte. Aber es waren diejenigen, die sich am meisten reingehängt haben.“ Beispiel Kroatien: „Sie haben drei Verlängerungen hintereinander und zwei Elfmeterschießen hinter sich. Sie holen das Letzte aus sich heraus. Dann ist es ihnen egal, ob sie tot umfallen.“

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