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Michael Nachtigall ist seit Samstag nicht mehr Trainer von SW Meckinghoven.

Fußball

Große Personalprobleme bei den A-Ligisten

DATTELN - Die beiden Dattelner A-Kreisligisten SW Meckinghoven und der SV Borussia Ahsen gehen am Sonntag mit riesigen Personalproblemen in ihre Meisterschaftsspiele. Meckinghoven empfängt Concordia Flaesheim. Ahsen fährt zur DJK Spvgg. Herten.

SW Meckinghoven - Concordia Flaesheim (So., 15 Uhr):

Die Einstellung seiner Mannschaft im Hinrundenspiel hatte Trainer Michael Nachtigall gar nicht gefallen. Mit 1:5 unterlag da SW Meckinghoven in Flaesheim.

Dabei hatte alles gut angefangen mit dem 0:1 durch Julien Homfeldt in der 6. Minute. Dann aber nahmen die Meckinghover die Zweikämpfe nicht mehr an, standen zu weit weg von ihren Gegnern.

„Da hatten wir unsere schlechte Phase“, erinnert sich Nachtigall, „wir hatten sieben Stück gegen Genclikspor bekommen, sechs Stück gegen Hochlar und dann fünf Gegentreffer gegen Flaesheim.“ Zuletzt konnten die Meckinghover aber vor allem auf eigenem Platz überzeugen. Dennoch geht Nachtigall am Sonntag (15 Uhr) nicht frohen Mutes in die Partie: „Personell sind wir ganz arg gebeutelt.“ Bedingt durch Urlaub, Arbeit, Verletzungen oder Familienfeiern stehen ihm gerade einmal elf Spieler zur Verfügung. „Davon zwei Torhüter“, wie er betont.

Auf Verstärkung aus der zweiten oder dritten Mannschaft darf der Coach nicht hoffen: „Wer jetzt in der Erstvertretung aushilft, hat sich oben festgespielt.“ Öfter schon hat er sich in der Vergangenheit bei der Zweiten bedient, den Weg will er jetzt aber nicht gehen: „Die zweite Mannschaft spielt in der Kreisliga C noch um den Aufstieg mit. Dann könnten einige Spieler bei einem eventuellen Aufstieg nicht dabei sein. Aus meiner Sicht als Fußballer ist es okay, wenn sie sich für die Zweite entscheiden.“

Mit 77 Toren stellt Flaesheim – gemeinsam mit dem FC 96 Recklinghausen – den effektivsten Angriff der Kreisliga A 2. „Wir haben auch schon 70 Tore geschossen“, gibt Nachtigall zu bedenken, „aber wir haben zu viele kassiert.“ Deshalb sein Tipp: „Das Spiel wird nicht 0:0 enden – wenngleich ich das Ergebnis unterschreiben würde.“

DJK Spvgg. Herten -  SV Borussia Ahsen (So., 15 Uhr):

Mit einer 3:5-Niederlage gegen die DJK Spvgg. Herten endete am 21. Oktober vergangenen Jahres die Heimpremiere von Marcel Peters als neuer Trainer des SV Borussia Ahsen. Der Nachfolger von Kai Moczyk war dennoch nicht unzufrieden gewesen. Seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft tat damals ihr Bestes, verfügte über eine Unzahl an Torchancen, traf aber nicht oft genug. Anders die Hertener, die fünf Chancen zu fünf Toren nutzten.

In Sachen Personalnot kann Peters auch vor dem Rückspiel ein gehöriges Wörtchen mitreden. „Das Lazarett hat sich nicht gelichtet“, klagt er, „auch das Knie von Hendrik Maaß schmerzt wieder. Wir werden ihn in den kommenden Wochen wohl schonen.“ Auf neun Ausfälle bringt es der Ahsener Coach. „So werden mir gerade einmal zehn Mann zur Verfügung stehen“, sagt er, „davon zwei Torhüter.“

Mit erneut drei A-Jugendlichen werden die Ahsener nach Herten fahren. „Damit sich die Spieler nicht festspielen, werde ich auf Akteure aus der zweiten Mannschaft, die noch aufsteigen kann, verzichten“, kündigt Peters an. Im Gegenteil: Die Zweitvertretung von Trainer Willi Kroos, die am Sonntag um 13 Uhr bei Eintracht Waltrop antritt, hatte sich schon bei Peters nach Unterstützung erkundigt.

Die Hertener konnten ihre letzten Spiele nicht gewinnen. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass auch sie viele Ausfälle zu beklagen haben und Vitolins immer wieder auf Altherren-Spieler zurückgreifen muss. Dennoch schiebt Peters dem Gegner, der als Zehnter (33 Punkte) noch hinter dem Achten (35) steht, die Favoritenrolle zu: „Sie verfügen über einen großen Platz. Das wird auf jeden Fall von Vorteil sein. Wir müssen sehen, wie die Jungs drauf sind. Ich glaube, dass die Tagesform entscheidend sein wird.“

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