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Das Dattelner Handicap-Team mit Trainer Sebastian Dieckmann (r.) erwartet am Samstag die Konkurrenz im heimischen Ostringstadion.

Fußball

Handicap-Liga macht Station bei der Germania

DATTELN - Die Vorfreude ist riesig: Nachdem die Handicap-Fußballer der SF Germania Datteln am ersten Spieltag der neu gegründeten Handicap-Liga in Oppum den zweiten Platz belegt hatten, dürfen sie die Konkurrenz zum 2. Spieltag am Samstag im heimischen Ostring-Stadion begrüßen.

Ab zwölf Uhr treffen die sieben teilnehmenden Mannschaften in Turnierform auf dem Rasenplatz aufeinander. Neben der Mannschaft der Sportfreunde nehmen die Teams von Post Siegfried Hamborn, SV Oppum, Union Mülheim, Alemannia Pfalzdorf, BV Weckhoven und dem DJK Franz Saales Haus teil. Es wird im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ gespielt. Die Spielzeit wird jeweils zwölf Minuten betragen. Immer zwei Spiele finden gleichzeitig statt.

Ins Leben gerufen wurde die Handicap-Liga vom Fußballverband Niederrhein (FVN). Dessen Beauftragter für Behindertenfußball, Alex Müller, ergriff die Initiative mit dem Versuch, einen regelmäßigen Spielbetrieb für die wenigen Mannschaften mit Handicap einzurichten. Aufgrund der in der Vergangenheit geknüpften Kontakte bei Turnieren und Spielen sind auch die Germanen bei der Initiative des FVN von Beginn an involviert gewesen.

Die Idee ist zwischenzeitlich in die Tat umgesetzt worden. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit eines regelmäßigen Spielbetriebes im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, nehmen die „Kinder mit Handicap“ der Sportfreunde am Spielbetrieb der Handicap-Liga des FVN teil. Die weiten Fahrten im Rahmen des Spielbetriebes, haben den Ausschlag gegeben, dass ein Spieltag grundsätzlich in Turnierform an einem Standort ausgetragen wird.

Die „Handicap-Liga“ ist ein Pilotprojekt im deutschen Fußball, in dem sich die Germania sehr gerne engagiert. „Der Breitensport ist die Basis unseres Sports, zu dem auch unsere Mitbürger mit Handicap zählen“, sagt SFG-Geschäftsführer Dominik Lasarz, „die Lieblingssportart in Deutschland soll allen Menschen offen stehen. In unseren Augen ist die Handicap-Liga ein wichtiger Schritt zu mehr Toleranz und Integration in den Sportvereinen sowie auf den Sportplätzen in der Region.“

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