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Kein Pokalabend für Feinschmecker: Die Ahsener Lukas Blasey und Marc Schmülling (v.l.) kämpfen im strömenden Regen gegen die Barkenberger Arjan Arifay und Evgenij Sadovskij um den Ball.

Fußball

Kampf schlägt Krampf: Ahsen scheitert im Viertelfinale

DATTELN - Bitteres Aus für den Pokaltraum von Borussia Ahsen: Am Abend unterlag der A-Kreisligist im Viertelfinale gegen Grün-Weiß Barkenberg mit 0:1. Der B-Ligist zieht damit sensationell ins Halbfinale ein.

Ahsens Trainer Kai Moczyk hatte das Ende fast kommen sehen. Gewarnt hatte er seine Truppe, geduldig zu bleiben. Nicht in einen Konter zu laufen. Lange beherzigte seine Elf die Weisung vor knapp 100 Zuschauern am Gerneberg auch, am Ende wurde sie dann aber doch nachlässig. In der 84. Minute feuerte Albinat Packolli den ersten gefährlichen Barkenberger Schuss auf das Ahsener Tor überhaupt ab. Vorbei. Der zweite folgte umgehend: Der quirlige Packolli dribbelte durch die Hintermannschaft der Gastgeber, passte auf Dennis Okanla, und der beste Kicker der Grün-Weißen verwandelte lässig zum 0:1 (86.). Die Entscheidung. „Mit einer Niederlage muss man leben. Die Art und Weise aber ist enttäuschend“, sagte Trainer Moczyk. „Das war heute Kampf gegen Krampf, wobei wir sicher nicht Kampf waren.“ Tatsächlich blieb der vermeintliche Favorit auf dem tiefen Boden vieles schuldig. Tempo, Zusammenspiel, Angriffe über die Flügel, Druck. Ahsen machte es den Gästen zu leicht, den eigenen „16er“ zu verteidigen. Trotzdem besaßen die Gastgeber ein halbes Dutzend Möglichkeiten. Die beste nach 15 Minuten: Constantin Brink wurde im Strafraum „blank“ gespielt, trat den Ball aber überhastet aus zehn Metern weit am Tor vorbei. Was aufs Barkenberger Tor kam, das entschärfte Schlussmann Dominik Hannemann. So wie Tobias Bünings 16-Meter-Schuss (36.) oder die Versuche von Hendrik Maaß (62.) und Brink (64.). Nach dem 0:1 warf Borussia Ahsen alles nach vorn und hatte auch noch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich: Thomas Kilian drosch den Ball in der Nachspielzeit aus acht Metern über Tor und Klubhaus. Irgendwie symptomatisch für den Ahsener Pokalabend. So laufe es dann eben im Fußball, kommentierte Trainer Moczyk die Szene geknickt – und schloss seine Analyse mit einem Zitat von Nationalspieler und Hobby-Philosoph Andreas Brehme: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ So war das am Gerneberg, zumindest bei Borussia Ahsen.

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