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Torwart und Meckinghover mit Leib und Seele ist Kevin Lemke, hier beim City-Cup 2016 im Duell mit dem Eintrachtler Kevin Fisler.

Fußball

Kevin Lemke ist mehr als nur ein Notnagel

DATTELN - Für SW Meckinghovens Trainer Michael Nachtigall ist Kevin Lemke ein Glücksfall. Ebenso wie für den Vereinsvorsitzenden Klaus Herrmann. Für Nachtigall, weil sich Lemke als Ersatztorwart des A-Ligisten zur Verfügung stellt. Für Hermann, weil er den "Tausendsassa" in Lemke sieht.

Eigentlich ist Lemke Torwart der Meckinghover Altherren. Wenn Not am Mann ist, hilft er aber auch in der ersten, der zweiten und der dritten Mannschaft aus. Bei der Erstvertretung war besagte Not am Mann.

„Gut möglich, dass er schon zwei Spiele hinter sich hat, wenn er bei uns einspringen muss“, grinst Michael Nachtigall, der mit Hilfe von Lemke eine große Baustelle schließen konnte – die des Ersatztorhüters.

„Wir hatten zwei junge Keeper an der Angel“, erzählt Nachtigall, „doch nachdem sie wussten, dass bei uns Dennis Apitzsch Stammtorhüter ist, sind sie wieder abgesprungen. Sie wussten, dass an ihm wohl kein Weg vorbeiführt.“

Eine Frage an Lemke klärte alles. „Ich habe immer gesagt, dass ich aushelfe“, sagt der 38-Jährige lakonisch, „ich mache – wenn es geht – einmal in der Woche beim Training mit und werde Dennis unterstützen, wo ich kann.“

1997 kam er nach Meckinghoven, vorher hatte Lemke bei Vorwärts Datteln gekickt. „Dort gab es dann aber keine A-Jugend mehr“, erzählt er, „und ich wollte weitermachen.“ Bei Schwarz-Weiß spielte er dann mit wenigen Ausnahmen immer im Tor.

„Kevin ist ein Tausendsassa“, sagt Klaus Herrmann über den 38-Jährigen, „doch man muss die gesamte Familie mit einbeziehen, „bei ihr dreht sich alles um SW Meckinghoven.“

Seit 2005 ist Christina an Kevins Seite. Mittlerweile ist Christina Lemke 2. Geschäftsführerin und immer zur Stelle, wenn es außerhalb des Platzes etwas zu regeln gibt. „Kevin ist der Tausendsassa auf dem Platz, Christina daneben“, sagt Herrmann. Immer mit dabei sind der Fünfjährige Lennox, der bei den Meckinghovern Minikickern spielt, und das jüngste Mitglied der Familie, die einjährige Lenja.

„Wir sind froh“, sagt Klaus Herrmann, „das wir eine so Schwarz-Weiße Familie in unserer Gemeinschaft haben, denn es werden immer weniger, die so loyal einem Verein gegenüber sind.“

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