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Sefa Kuruel ist froh, wenn sein Verein ohne finanziellen Verlust aus der Stadtmeisterschaft herausgeht

Fußball

Modus der Stadtmeisterschaft muss überdacht werden

DATTELN - Die Fußball-Stadtmeisterschaft 2018 ist gelaufen. Der SV Borussia Ahsen ist neuer Titelträger, der SV Horneburg II gewann den City-Cup. Den Beteiligten stellt sich aber die Frage, ob die Turniere in dieser Form über zehn Tage noch ausgetragen werden sollen. Mit nun nur noch fünf Mannschaften, im Modus „Jeder gegen Jeden“, fehlte die Spannung. Das war auch an der Zuschauerresonanz zu merken.

„Ich bin froh, wenn wir Plusminus Null herauskommen“, sagt Kültürspors Vorsitzender Sefa Kuruel, „die Meisterschaft war sehr schlecht besucht. Ich würde es bei der ganzen Arbeit nicht noch einmal machen.“

Für ein Turnier an einem Wochenende plädieren die meisten Trainer – aus sportlicher wie finanzieller Sicht. Wie unsinnig der jetzige Modus ist, demonstriert Michael Nachtigall, Trainer des zweitplatzierten SW Meckinghoven: „Hätte Ahsen im letzten Spiel nicht 5:0 gegen die DJK Sportfreunde gewonnen, sondern nur 5:1, wären Ahsen und wir punkt- und torgleich in der Tabelle gewesen. Laut Statut hätte es dann zwischen uns ein Elfmeterschießen geben müssen. Aber von uns waren nur zwei, drei Leute da.“

Er plädiert dafür, die Stadtmeisterschaft an einem Wochenende auszutragen. „Fußballerisch war es für uns schwierig“, meint er, „wir hatten nur wenig Leute, der Platz hat sein übriges dazugegetan. Problematisch ist es, in der Vorbereitung zwei Mal 30 Minuten zu spielen.“

Auch Lars Frieg, Trainer der DJK SF, ist für ein Turnier am Wochenende. „Vielleicht kann man dazu noch ein paar Mannschaften aus der Umgebung einladen“, regt er an.

„Entweder zwei Mal 45 Minuten spielen oder das Turnier an einem Wochenende austragen“, empfiehlt Horneburgs Coach Rüdiger Bona, „die Resonanz war nicht so gut wie im vergangenen Jahr.“ Auf Kültürspor als Ausrichter lässt er nichts kommen: „Der Verein hat nur einen Ascheplatz, auf dem gespielt werden muss, wenn man nicht ausweichen kann. Aber Kültürspor hat alles versucht, um bestmögliche Verhältnisse zu schaffen.“

Weniger zufrieden mit dem Untergrund war Kai Moczyk: „Ein Ascheplatz ist einer Stadtmeisterschaft nicht würdig. Es war ein Unding, dass bei der Hitze auf Asche gespielt werden musste.“ Auch den Termin hält er für unglücklich gewählt: „Die Mannschaften haben alle zwei Wochen Konditionstraining hinter sich. Eine komplette Woche Training ist wegen der Stadtmeisterschaft ausgefallen. Die Meisterschaft am letzten Wochenende vor Saisonstart auszutragen hielte ich für besser.“

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