Der Beginn einer langen Leidenszeit: Bei diesem Foul reißt bei Tobias Büning unter anderem das Kreuzband im rechten Knie.
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Der Beginn einer langen Leidenszeit: Bei diesem Foul reißt bei Tobias Büning unter anderem das Kreuzband im rechten Knie.

Fußball

Zwei Kreuzbandrisse: Ahsens Tobias Büning ist der Pechvogel der Saison

  • Peter Koopmann
    vonPeter Koopmann
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Für Borussia Ahsens Trainer Marcel Peters ist er der Pechvogel der Saison: Bei Tobias Büning rissen  in wenigen Monaten erst das rechte, dann das linke Kreuzband.

  • Erst das rechte Knie, dann das linke
  • Schnell operiert
  • Fußball derzeit zweitrangig

"Das passierte im Abstand von sieben Monaten“, sagt Büning. An beide Situationen kann er sich noch sehr gut erinnern: „Es war in der vergangenen Saison im Heimspiel gegen Genclikspor“, erzählt er, „wir führten mit 4:0. In der 89. Minute ging ich alleine aufs gegnerische Tor zu, als mir ein Gegenspieler in die Beine sprang. "Ich habe direkt gemerkt, dass etwas Schlimmes passiert ist, denn das Knie ging auf unnatürliche Art krass nach innen.“ Das war am 5. Mai vergangenen Jahres. Die genaue Untersuchung ergab: Kreuzband sowie Innen- und Außenmeniskus gerissen. „Ich hatte Glück, dass ich direkt am Freitag darauf operiert wurde“, erzählt der seit Januar 29-Jährige.

Sechs Wochen lang mit Schiene

 Sechs Wochen lang musste er anschließend eine Schiene tragen – Tag und Nacht, nach drei Wochen begann die Physiotherapie im Mobile-Gesundheitscenter in Datteln. „In der siebten oder achten Woche ging es dann im medicos.AufSchalke weiter. Für vier Wochen. Es schloss sich Krankengymnastik an. „Alles ist gut verheilt“, so Büning, „vom Gefühl her hätte ich schon in die Wintervorbereitung einsteigen können.“ Tat er aber nicht, blieb vorsichtig und unterstützte Peters als Fitness- und Torwarttrainer, wollte erst zur neuen Saison beginnen. 

Fehltritt beim Stadtbummel

Dann passierte sieben Monate später das nächste Unglück. Was es ausgelöst hat, da hat Büning nur eine Vermutung: „Ich habe bei der Physiotherapie wohl eine Übung gemacht, die mir nicht gut tat. Wahrscheinlich habe ich mir da den Innenmeniskus im linken Knie angerissen.“ Der entscheidende Unfall aber geschah drei Tage später beim Dezember-Bummel durch die Stadt. Eine falsche Bewegung, ein Fehltritt – schon waren im linken Knie der Meniskus und das vordere Kreuzband gerissen. Die Leidenszeit begann von Neuem. 

Seinem Arbeitgeber dürfte das nicht besonders gefallen. Büning ist Polizist bei der Hundertschaft. „Nach dem ersten Kreuzbandriss war ich fünf Monate weg, dann am Schreibtisch.“ Nun fällt der 29-Jährige wieder aus. „Man hat mir schon gesagt, dass ich mehr auf meine Gesundheit achten soll“, sagt Büning, „mit zwei lädierten Knien….“ Den Rat will er sich zu Herzen nehmen: „Erst mal muss ich gesund werden. Für mich und den Beruf.“

Bandscheibenvorfall mit 19 Jahren

Fußball ist da im Moment zweit- oder drittrangig.“ Ob er schon einmal eine so schwere Verletzung hatte? Da muss der Dattelner, der alle Jugendmannschaften der DJK Eintracht durchlaufen hat und ein Jahr bei SW Meckinghoven in der Jugend spielte, ehe er nach Ahsen ging, lange nachdenken. „Mit 19 hatte ich einen Bandscheibenvorfall und fiel ein Jahr lang aus.“ Nun hat es ihn knüppeldick erwischt.

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