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Fußball geht überall, der Seitfallzieher zur Not auch mal auf dem Trampolin im Garten: Phil Harres wechselt zu Dynamo Dresden.

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Von Datteln über Erkenschwick nach Dresden - der 17-jährige Phil Harres will Profi werden

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Phil Harres plant die große Profikarriere. Dafür verlässt er Anfang Juli seine Heimatstadt Datteln und zieht in die Nachwuchsakademie von Dynamo Dresden. Kein leichter Entschluss.

Das Fußballspielen hat der 17-Jährige mit drei Jahren bei Germania Datteln gelernt, dort im Schlepptau von seinem zwei Jahre älteren Bruder Calvin. Dann wechselten die beiden Dattelner zur Spvgg. Erkenschwick. Trotz des Altersunterschiedes kickte Phil im Team seines Bruders mit – allein aufgrund seiner Körpergröße. 

Zwei Jahre beim BVB

Dort wurde Phil von den Nachwuchsscouts von Borussia Dortmund entdeckt und wechselte für zwei Jahre zu den Schwarz-Gelben. Es folgte ein Intermezzo beim VfL Bochum. „Doch dort habe ich keine Chance bekommen“, sagt Harres. Schließlich landete er bei Preußen Münster, wo er in der B-Junioren-Bundesliga spielte. Bei der SG Dynamo Dresden unterschrieb er nun einen Zweijahresvertrag für die U19. 

Gary Gordon stellt den Kontakt her

Den Kontakt zu den Sachsen stellte Phils ehemaliger Jugendtrainer bei Borussia Dortmund, Gary Gordon, her, der seit 2014 bei der Hamburger Sport-Management-Agentur T21+ arbeitet. Die wird geleitet von den ehemaligen Bundesliga-Profis Jürgen Milewski und Jens Jeremies. „Jens hat selbst die Dresdener Akademie besucht, bevor er von Dynamo zu 1860 München und den Bayern wechselte“, weiß Phil zu berichten. Jeremies und Gordon besuchten die Familie zu Hause, die Familie sah sich Akademie und Internat an. Viel gab es danach nicht mehr zu besprechen. Dynamo wollte den knapp Zweimeter-Riesen haben, der will seine Profikarriere forcieren. Sein Eindruck von den Dynamos? „Ich war positiv überrascht“, sagt er, „obwohl ich Bedenken habe, meine Familie zu verlassen.“

Lieblingsverein ist der FC Bayern München 

Den FC Bayern München gibt er als seine Lieblingsmannschaft an. Und dort will er irgendwann auch einmal hin: „Es wäre ein Traum, dort einmal zu spielen. Aber erst muss ich mich auf meine Aufgabe in Dresden fokussieren.“ Seine Vorbilder? „Die Standardspieler eben“, antwortet er und muss gleich über seinen eigenen Ausdruck „Standardspieler“ lachen: „Ronaldo und Ibrahimovic.“ Und wie sehen die Pläne aus, wenn Phil den Sprung in den Profifußball nicht schaffen sollte? Der 17-Jährige zuckt mit den Schultern: „Darüber habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Ich denke positiv.“

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