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Jagdszenen im Hirschkampstadion: Horneburger und Waltroper geraten in der 77. Minuten aneinander. Bei der Rudelbildung kam es auch zu Handgreiflichkeiten. Drei Spieler sahen im Anschluss die Rote Karte.

Kreisliga B4

Abbruch mit Ankündigung

WALTROP - Fußball geriet am Sonntag im Hirschkampstadion am Ende völlig in den Hintergrund. Zunächst gab es tumultartige Szenen gut 15 Minuten vor dem Ende der Partie, während in der Nachspielzeit dann der Spielabbruch durch Schiedsrichter Alim Kiren (Recklinghausen) folgte.

Das Nachbarschaftsderby in der Kreisliga B4 zwischen dem VfB Waltrop und dem SV Horneburg hat für die drei mit Roter Karte des Feldes verwiesenen Spieler erste Konsequenzen. Vom VfB sind Dalibor Mikuljanac und Ibrahim Hyseni sowie Nedim Caliskan vom SV Horneburg automatisch für zwei Spiele, längstens jedoch für zwei Wochen gesperrt. „Im DFB-Net ist eine Automatik eingerichtet, dass ein Spieler mit Roter Karte für zwei Wochen gesperrt ist. Sollte bis dahin das Kreissportgericht oder der Staffelleiter nicht tätig geworden sein, kann der entsprechende Spieler nach Ablauf der Frist wieder eingesetzt werden“, sagt Staffelleiter Friedhelm Dukat, der aber davon ausgeht, dass das Kreissportgericht die Sperre bis zu einer Entscheidung der Kammer verlängern wird.

Rudelbildung

War am Sonntag noch nicht klar, warum die drei Kicker des Feldes verwiesen worden sind, so ist in diesem Punkt Licht ins Dunkel gekommen. Der Eintrag von Schiedsrichter Alim Kiren aus Recklinghausen lautet: „Rudelbildung und Schlagen eines Spielers“. Zum Spielabbruch führt Schiri Kiren aus, dass er nach der Rudelbildung (77. Minute) den Spielführern beider Mannschaften deutlich gemacht habe, dass er Beleidigungen gegen seine Person nicht länger dulden werde und wenn diese nicht aufhörten, er die Partie abbrechen werde. Nach dem Treffer in der Nachspielzeit sei es zu weiteren Beleidigungen gekommen, weshalb er dann die Partie beendet habe.

„Warum sollten wir den Abbruch provozieren?“

Für Horneburgs Trainer Rüdiger Bona ist die Situation nicht nachvollziehbar: „Wir machen gerade das 3:2, warum sollten wir einen Spielabbruch provozieren? Das macht ja gar keinen Sinn.“ Außerdem versteht Bona nicht, warum der Schiedsrichter nicht den Ordnungsdienst des VfB angefordert habe, um für Ruhe zu sorgen. Waltrops Trainer Milan Mikuljanac hingegen hadert vor allem mit den Roten Karten für seine beiden Spieler. „Ich habe jedenfalls nicht gesehen, dass mein Sohn Dalibor und Ibrahim Hyseni geschlagen haben.“ Nach wie vor ungeklärt bleiben die Handgreiflichkeiten zwischen dem Co-Trainer der Horneburger, Ahmet Caliskan, und VfB-Trainer Milan Mikuljanac. Beide bleiben bei ihrer Darstellung, dass die Provokation von der jeweils andere Seite ausgegangen sei. In einem Punkt sind sich die beiden Trainer dann aber doch einig: „Solche Szenen möchte man auf einem Sportplatz lieber nicht erleben.“

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