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Ronja Kruber (li.) war im Spiel ihres Colleges gegen die Columbia International University aus South Carolina beste Angreiferin.

Volleyball

Ronja Kruber ist beste Angreiferin

DATTELN - Ronja Kruber, Volleyballerin aus Datteln, die aktuell ihr Auslandsjahr in den USA absolviert, ist der „Bulldog of the match“. Ihre Mannschaft des Union Colleges aus Kentucky, die sogenannten „Bulldogs“, gewann glatt mit 3:0 gegen die Columbia International University aus South Carolina.

Von 17 Angriffen verwandelte Ronja zehn direkt. Mit diesen sogenannten „Kills“ war sie die beste Angreiferin in diesem Spiel. Diesen Highscore erreichte sie nicht zum ersten Mal. Dass sich Ronja trotz ihrer geringen Körpergröße stets in der Startaufstellung befindet und dort auch ihre Punkte macht, erfüllt auch ihre Familie in Datteln natürlich mit Stolz.

Besondere Rolle

In den USA spielt der Volleyball eine sehr viel größere Rolle als in Deutschland. Die Hochschulen stellen hauptamtliche und bestens ausgebildete Trainer, dazu Co-Trainer, Mannschaftsbetreuer und gleich mehrere Physio-therapeuten. Die Mannschaft trainiert viel und hat während der Saison zwei bis drei Ligaspiele pro Woche. Dafür fährt sie mit einem Mannschaftsbus weite Strecken. Zum Spiel nach South Carolina war die direkte Route wegen des Hurricanes „Florence“ gesperrt, sodass der Bus zehn Stunden unterwegs war – für ein einziges Spiel.

Tolle Stimmung

Auch die Spiele selber nehmen einen hohen Stellenwert ein. Alle Hallen haben Tribünen, die zum Teil mit mehreren hundert Zuschauern besetzt sind, die für typisch amerikanische Stimmung sorgen. Viele Spiele werden live übertragen – so können auch ihre Freunde und ihre Familie in der Heimat Ronjas Spiele live spielen sehen, sofern ihnen die Zeitverschiebung von sechs Stunden keinen Strich durch die Rechnung macht.

Live-Ticker

Jede Partie wird beobachtet, jeder Ballwechsel statistisch ausgewertet und als Live-Ticker ins Internet gestellt. Dort ist nachzulesen, wann die Dattelnerin getroffen – oder den Ball in den Block geschlagen hat. Die Statistiken sind für die Trainer zur Beurteilung ihrer Spielerinnen elementar – daran erkennen sie deren „Wert“, und die Statistiken nehmen sie auch als Grundlage, um ihre Teams vor der neuen Saison zusammenzustellen. Es ist ein hartes System, sehr leistungs- und erfolgsorientiert. Doch für engagierte Sportler wird sehr viel mehr geboten als hier in Deutschland. Was Ronja Kruber sehr genießt. Der Ligabetrieb ist allerdings bereits Anfang November zu Ende. Dann entscheidet sich, ob sich die Mannschaft für die Finalrunde der National Championships qualifiziert.

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