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RWE-Spieler Marc Thiesmeier (l.) und Dattelns Philipp Klein kämpfen um den Ball. —Foto: Von Sannowitz

Zweimal Rot und doch gewonnen

RWE besiegt DJK SF Datteln 2:0

DATTELN - Das war ein hartes Stück Arbeit für den Klassenprimus der „B4“. Am Donnerstagabend setzte sich RW Erkenschwick bei der DJK SF Datteln mit 2:0 (0:0) durch, obwohl die Gäste nach Roten Karten für Kocak und Portmann die Partie nur mit neun Mann beendeten.

Es gab wohl noch kein Spiel in dieser Saison, wo die Chance so groß war, den souveränen Tabellenführer der Kreisliga B4 zu schlagen. Ohne ihre „Abteilung Attacke“ waren die Honermänner am Donnerstagabend im Nachholspiel zum Dattelner Südringweg gefahren, wo es gegen den Tabellenvorletzten ging. Torsten Stondzik, Florian Pagels oder Sebastian Fricke waren verhindert. Rudolf Behrenswerth, der immerhin auch schon 22 Saisontore auf dem Konto hatte, saß angeschlagen zunächst auf der Bank. Emre Odabas, Steffen Domhöfer oder Frank Adamski, allesamt Kandidaten mit Startelf-Potenzial, fehlten ebenfalls. Auf dem kleinen Ascheplatz waren die Räume für den designierten Meister dazu noch etwas enger als üblich.

Die erste gute Möglichkeit hatten die Gastgeber. Der Freistoß von Marvin Schirrmacher aus 20 Metern flog aber weit über den Kasten von RWE-Keeper Aljoscha Waaga (2.). Nach Ecke kam auf der Gegenseite Frederik Tophoven zum Kopfball. Doch die Dattelner konnten knapp vor der Torlinie klären (6.). Beim Distanzschuss von Marc Thiesmeier war Schlussmann Oliver Birkner zur Stelle (17.). Die bis dahin beste Chance vergab Fabian Ortmann nach Zuspiel von Fabian Weisser, als er aus kurzer Distanz ebenfalls an Birkner scheiterte (26.). Torlos ging’s in die Halbzeitpause, in der RWE-Coach Andreas Albersmann seine Spieler ermahnte, weiter geduldig zu bleiben. Auf der anderen Seite witterte Dattelns Trainer Andreas Künzel die Chance für sein Team. „RWE ist spielerisch zwar stärker, aber wir halten bis jetzt gut dagegen“, meinte Künzel beim Gang in die Kabinen.

Albersmann brachte Behrenswerth ins Spiel und der sorgte im Mittelfeld gleich für mehr Struktur. Das 0:1 resultierte aber aus einem Freistoß. Fabian Weisser brachte den Ball vors Tor, wo der lange Tophoven das Leder zum 0:1 einköpfte (60.). Kurz darauf schwächten sich die Gäste erstmals. Schiri Erich Heindl (RE) wollte beim Zweikampf mit Tom Stromberg von Tayfun Kocak einen Schlag des RWE-Spielers gesehen haben und zeigte diesem die Rote Karte (66.). In Unterzahl erzielte Behrenswerth das vermeintliche 0:2. Doch der Treffer zählte nicht, Heindl entschied auf Abseits (75.). Dann sah Portmann plötzlich ebenfalls Rot, weil er protestierte (85.). Heindl hatte ihm zuvor Gelb wegen Reklamierens gezeigt. Zu unrecht, denn Keeper Waaga hatte gemeckert. Mit zwei Mann weniger machte Behrenswerth bei einem Konter nach Pass von Weisser mit dem 0:2 dennoch den Deckel drauf (90.).

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