Dreharbeiten für Ehrenamts-Kampagne des DFB
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Protagonisten im Videoclip der DFB-Kampagne „Das Ehrenamt ist unbezahlbar“ waren (v.l.) Ferhat Muzaffer, Verena Kiml, Hermann Winkelmann, Thomas Synowczik, Jasmin Bork, Ulrike Große und Ronny Bartusch, alle von GW Erkenschwick.

Fußball

Wenn der Platzwart die Hauptrolle spielt - diese DFB-Kampagne wird in Oer-Erkenschwick umgesetzt

  • vonOlaf Nehls
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Zum Tag des Ehrenamtes startet der DFB eine Aktion. Die DJK Grün-Weiß Erkenschwick spielt dabei eine zentrale Rolle.

Hermann Winkelmann spielt den Platzwart, Ulrike Große dreht hinterm Grillstand die Würstchen um und zapft das Bierchen, Timo Ostdorf schlüpft in die Rolle des Fußballers und Ronny Bartusch tritt als Vereinsfunktionär auf. Und was macht Thomas Synowczik? Na klar, der GWE-Coach mimt den hysterischen Fußballtrainer, gestikuliert wild vor der Taktiktafel. „Action, Kamera ab!“ Für einen Tag wird die Sportanlage am Nußbaumweg in Oer-Erkenschwick, wo sonst A-Ligist Grün-Weiß seine Gegner empfängt, zum Drehort.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will den Wert der ehrenamtlichen Tätigkeiten in seinen Amateurvereinen in den Vordergrund rücken und hat dazu eine bundesweite Kampagne in Auftrag gegeben, samt Videoclip und anschließender Fotosession. Die Kampagne „Ehrenamt ist unbezahlbar“ läuft seit dieser Woche auf der Webseite des DFB und auch bei allen 21 Landesverbänden. So wird der Platzwart aus dem kleinen Oer-Erkenschwick mit nur einem Klick zum Medienstar auf Millionen PCs in ganz Deutschland.

Hintergrund der Kampagne ist eine Studie, die DFB und UEFA unlängst in Auftrag gegeben haben, um den tatsächlichen Wert ehrenamtlicher Tätigkeiten einmal konkret beziffern zu können. In Zusammenarbeit mit zehn Universitäten wurde die soziale und ökonomische Wertschöpfung des Amateurfußballs ermittelt. Das Ergebnis ist beeindruckend. Der deutsche Amateurfußball erwirtschaftet jährlich eine Sozialrendite im Wert von 13,9 Milliarden Euro. Müsste man den 1,6 Millionen Platz- und Zeugwarten, Trainern, Funktionären oder Grillmeistern also einen angemessenen Lohn zahlen, die in den rund 24.500 Vereinen mit ihren über sieben Millionen Mitgliedern in Deutschland ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft leisten, dann würde es ganz sicher sehr teuer werden. Stellvertretend für alle Amateurvereine stand daher die DJK Grün-Weiß Erkenschwick nun vor der Kamera.

Dreharbeiten dauern zwölf Stunden

Und das kam so: Als der Halterner Raphael Brinkert, Chef einer renommierten Hamburger Werbeagentur und befreundet mit TuS Halterns Trainer Timo Ostdorf, vom DFB den Zuschlag für die Kampagne erhielt, stand nach Rücksprache mit Ostdorf schnell fest, dass Video und Fotos am Nußbaumweg entstehen sollen. „Beim DFB war man schwer begeistert von dem ganzen Drumherum bei Grün-Weiß, weil es eben sehr authentisch und damit exemplarisch ist für viele Amateurvereine in ganz Deutschland“, erzählt Ostdorf, der selbst viele Jahre das Trikot der „Frösche“ getragen hat und noch immer für die Alten Herren kickt.

Jetzt rückten das Produktionsteam und die „Darsteller“ aus der Grün-Weiß-Familie an. Insgesamt zwölf Stunden wurde gedreht. Nicht immer einfach sei das gewesen, sagt Ostdorf. Zwischendurch schauten auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes kurz vorbei. „Ein Anwohner hatte angerufen und gemeint, dass hier unerlaubt ein Fußballspiel mit mindestens 150 Zuschauern stattfinden würde“, erzählt Timo Ostdorf. Die Dreharbeiten mussten aber nur kurz unterbrochen werden, schließlich fand alles gemäß der geltenden Corona-Auflagen statt.

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