Schnelltest beim FC 96 Recklinghausen
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Monika Otto führte bei den Jugendspielern vorm Training Coronaschnelltests durch. F-Junior Toni (7) aus Oer-Erkenschwick war der erste Kicker, der getestet wurde.

Fußball

Erst wird getestet, dann trainiert - diese Aktion plante der FC 96 Recklinghausen

  • vonOlaf Nehls
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Die Wirren der Corona-Pandemie machen auch vor dem Jugendfußball nicht Halt. Der FC 96 Recklinghausen organisierte jetzt Schnelltests.

„Es kann nicht sein, dass die Kinder wegen der Fehler des Fußballverbandes und der Politik in Coronazeiten weiter leiden müssen. Wenn man schon Ferien hat und nicht in den Urlaub fahren darf, dann muss es eine Alternative geben. Und die wollen wir bieten“, sagt Tim Hertling entschlossen. Der junge Mann, der da auf dem Sportplatz am Bruchweg in Jeans und Trainingsshirt den jüngsten Fußball-Nachwuchs des Vereins in Empfang nimmt, ist als Vereinsmanager beim FC 96 Recklinghausen „Mädchen für alles“, wie er sagt. Und die Aktion, die er jetzt für die Fußballer der Altersklassen F bis D-Jugend mitorganisiert hat, ist schon eine außergewöhnliche.

Mit maximal zehn Kindern, die nicht älter als 14 Jahre alt sind, so hieß es zuletzt in den Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung, ist der Trainingsbetrieb an der frischen Luft gestattet – auch ohne vorherigen Coronaschnelltest. Mit bis zu 20 Kindern darf im Freien nur trainieren, wer von allen Teilnehmern einen negativen Test vorlegen kann. In der Praxis, so hatten es Kritiker zuletzt immer wieder angemerkt, würde dies für größere Gruppen einem Sportverbot gleichkommen, weil es nur schwer möglich sei, diese Anforderungen zu erfüllen.

Mit Entschlossenheit und Unterstützung

In der Jugendabteilung des FC 96 Recklinghausen hat man sich davon aber nicht abschrecken lassen und jetzt gezeigt, dass es trotzdem gehen kann – mit etwas Glück, großer Entschlossenheit und vor allem fachmännischer Unterstützung. „Die Mutter eines Jugendspielers arbeitet in einer Arztpraxis und hat angeboten, uns zu helfen“, sagt Hertling. Die Mutter, das ist Monika Otto, die Praxis ist die von Dr. Arnd Kampmann am Neumarkt.

Und kurz vor dem Osterfest hat Monika Otto dann bei allen F-, E- und D-Junioren – insgesamt waren es fast 20 Kinder – für den Schnelltest einen Rachenabstrich genommen. Das Ergebnis stand bereits nach 15 Minuten fest. Die Kosten für den ersten Test in der Woche übernehmen bekanntlich die Krankenkassen. Für einen zweiten Test hat der FC 96 einen Sponsor gefunden. Positiv getestet wurde übrigens niemand.

Und so konnten sich die jungen Fußballer anschließend mit einem guten Gefühl endlich mal wieder richtig auf dem Bolzplatz austoben.

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