Sportanlage SG Suderwich
+
Neben dem schon bestehenden Platz in Suderwich (gelbe Fläche) soll das Sportzentrum entstehen.

Fußball

Grünes Licht für grünen Rasen - das steckt hinter den Plänen der SG Suderwich

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
    schließen

Es tut sich etwas bei der SG Suderwich. Das „Projekt Kunstrasen“ soll in Kürze angegangen werden.

Solche Besuche sind wahrlich kein Alltag in einem Rathaus. Vereinsvertreter schauen beim Bürgermeister vorbei und bringen auch noch einen dicken Scheck mit. Freilich sind die 160.000 Euro von der SG Suderwich nicht dazu da, Löcher in der klammen Stadtkasse zu stopfen. Vielmehr eint Verein und Stadtverwaltung ein anderes Ziel: Das „Projekt Kunstrasen“ soll an der Lülfstraße schnell in die Tat umgesetzt werden.

Die beiden Schecks aus der Suderwicher Vereinsfamilie sind aber auch deutlicher Beweis dafür, mit wie viel Verve im Ortsteil und auch über die dortigen Grenzen hinaus für den lang ersehnten Kunstrasenplatz geworben und gesammelt wurde. Oder wie es das Klub-Urgestein Willi Burrichter formuliert: „Das ist eine einmalige Aktion, die es so schnell in Recklinghausen nicht wieder geben wird. Wir haben nicht nur bei Unternehmen um Unterstützung geworben, sondern es brachten sich auch viele Privatleute mit Summen ein, die deutlich über 100 oder 200 Euro liegen.“ Und auch Bürgermeister Christoph Tesche zeigt sich zufrieden. „Ich habe allerdings auch nie daran gezweifelt, dass die SG ihre Zusage einhält.“

Nun also soll es zügig vorangehen auf dem Gelände neben dem Sportplatz. Sogenanntes Planungsrecht soll der Stadtrat am 19. April schaffen. Danach, so Fachbereichsleiter Martin Gohrke, werde sofort der Bau des Kunstrasenplatzes ausgeschrieben. Die Auftragsvergabe ist für Juni vorgesehen, die Fertigstellung für Oktober/November.

Freilich ist das neue Geläuf nur einer von mehreren Bausteinen. Die SG Suderwich wünscht sich an der Lülfstraße den Ausbau der Fläche zu einem Sportzentrum, in dem auch die Ringtennis-Aktiven oder andere Vereine ein Zuhause finden. Freilich handelt es sich hierbei um ein Unterfangen, das nicht im Handumdrehen zu finanzieren ist. Zumindest wolle man aber im Zuge des Platzbaus schon prüfen, ob die Erdarbeiten nicht miterledigt werden können, so der Bürgermeister.

Dr. Sebastian Sanders will nach Auskunft der Stadtverwaltung weiter Ausschau nach möglichen Fördertöpfen für den Ausbau der Sportanlage halten. „Aus eigener Kraft können wir das als Stadt derzeit leider nicht stemmen“, so der Sportdezernent.

Sandverfüllung und Beregnungsanlage

Bei dem Kunstrasen setzt die Stadt Recklinghausen auf moderne Technik. Der Sportausschuss hatte sich bei einer Bereisung über verschiedene Varianten informiert.

Die Wahl fiel schließlich auf einen sandverfüllten Kunstrasen. Die Politik beschloss außerdem den Bau einer Beregnungsanlage, die für eine bessere Bespielbarkeit des Platzes sorgen soll. Insgesamt kalkuliert die Stadt mit Kosten von 1,2 Mio. Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Franziska Kampmann kehrt mit Bronze nach Waltrop heim - Achter mit Malte Jakschik nur Vierter
Franziska Kampmann kehrt mit Bronze nach Waltrop heim - Achter mit Malte Jakschik nur Vierter
Franziska Kampmann kehrt mit Bronze nach Waltrop heim - Achter mit Malte Jakschik nur Vierter
Matchball für den TuS Haltern
Matchball für den TuS Haltern
Matchball für den TuS Haltern
Langenbochumer Kapitän fällt noch länger aus als gedacht
Langenbochumer Kapitän fällt noch länger aus als gedacht
Langenbochumer Kapitän fällt noch länger aus als gedacht
Eine Wiederholung ist wahrscheinlich
Eine Wiederholung ist wahrscheinlich
Eine Wiederholung ist wahrscheinlich
Nie etwas geplant, immer alles erreicht
Nie etwas geplant, immer alles erreicht
Nie etwas geplant, immer alles erreicht

Kommentare