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Neue Regeln wegen Corona: Gespielt wird ab und an noch auf Asche, aber der Amateurfußball geht vorerst neue Wege.

Fußball

Befreiungsschlag in der Krise: Spielordnung wird geändert

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  • Die Spielordnungen im Amateurfußball werden verändert.
  • DFB, Regional- und Landesverbände reagieren auf die Corona-Krise.
  • Fristen und Vereinswechsel sind besonders betroffen.

Hans-Otto Matthey, der Vorsitzende des Fußballkreises Recklinghausen, hatte noch vor Ostern mit umfassenden Änderungen in der Spielordnung für den Amateurfußball gerechnet. Tatsächlich holte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag zu einem Befreiungsschlag aus, um der Corona-Krise zu begegnen. Hier nur die wichtigsten Punkte:

• Der Grundsatz, dass ein Spieljahr zum 1. Juli eines Jahres beginnt und zum 30. Juni des folgenden Jahres endet, ist für die nächsten 15 Monate aufgehoben. Das bedeutet: Die gerade unterbrochene Spielzeit kann über den 30. Juni hinaus verlängert werden – wie es auch der Kreisfußballausschuss Recklinghausen schon angedacht hat. Die Saison 2020/21 könnte damit später beginnen als bisher geplant.

• Allerdings: Der DFB baut vor für den Fall, dass bis weit ins Jahr kein Spielbetrieb mehr möglich sein sollte. Der eherne Grundsatz, wonach in einer Saison jeder gegen jeden in Hin- und Rückrunde antreten muss, ist gekippt. Regional- und Landesverbände können eigene Regelungen beschließen – für Auf- und Abstieg oder sogar auf Annullierung der Saison.

Sechs Monate keine Spiel: Amateure sollen nicht einfach wechseln dürfen

• Die regulären Wechselperioden für Spieler, grundsätzlich vom 1. Juli bis 31. August sowie vom 1. bis 31. Januar, wackeln. Sollte der Weltverband FIFA Ausnahmen erlauben, kann der DFB für den deutschen Amateurfußball abweichende Fristen beschließen.

• Wichtig für alle Klubs: Die Regel, wonach Amateure, die sechs Monate kein Spiel bestritten haben, ihren Verein ohne Zustimmung und Ablöse wechseln dürfen, wird ausgesetzt. Regional- und Landesverbände können den Zeitraum der Unterbrechung wegen Corona ausklammern.

„So hatte ich das erwartet. Jetzt wir mal sehen, wie der für uns zuständige Westdeutsche Fußball-Verband das im Einzelnen regelt“, sagt Fußballkreischef Hans-Otto Matthey. „Insgesamt ist das ein schlüssiges Paket im Sinne der Vereine.“

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