Hertener Löwen gegen BG Dorsten
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Auch die Hertener Löwen, hier mit Luca Bambullis (r.), und die BG Dorsten mit Willi Köhler (M.) müssen sich noch gedulden, bis die Saison fortgesetzt werden kann.

Basketball

Noch will niemand die Saison abbrechen - aber der Zeitplan wird eng

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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  • Jochen Börger
    Jochen Börger
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Im März wird es nichts mehr mit der Wiederaufnahme der Basketball-Saison in der 1. Regionalliga. Nun gibt es eine Alternativlösung.

Die Basketball-Fans im Kreis müssen sich weiter gedulden. Der für den 6. März geplante Restart in der 1. Regionalliga West ist angesichts des fortdauernden Corona-Lockdowns abgesagt. Darauf haben sich der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) und die 13 Vereine der Liga verständigt. Also abbrechen und Deckel drauf auf die Saison? „Das will im Moment keiner“, sagt Hermann Zechel, Vorsitzender der Hertener Löwen. Absteiger gibt es aufgrund der besonderen Umstände in dieser Saison zwar nicht. Aber der Wille, einen sportlichen Aufsteiger zur Zweiten Liga ProB zu ermitteln, ist groß.

Dazu nimmt die Liga einen Anlauf mit einem durchaus originellen Plan: Nach einigen Nachholspielen – u.a. mit der Anfang Oktober verschobenen und im November dann abgesagten Partie von Citybasket Recklinghausen bei den New Elephants Grevenbroich – soll es ab dem 30. April in die Playoffs gehen. In der ersten Runde spielen die zehn Mannschaften auf den Plätzen vier bis 13 fünf Teilnehmer für das Viertelfinale aus. In dem greifen dann die Teams auf den Rängen eins bis drei ein.

Noch keine Entscheidung für untere Spielklassen

Ob es so kommt? Im Verlauf des März, spätestens im April müsste der Trainingsbetrieb wieder starten können. „Wer glaubt aktuell wirklich daran?“, fragt Löwen-Vorsitzender Zechel. Für Ende Februar haben sich alle Regionalligisten zur nächsten Videoschalte verabredet. In der Hoffnung, in der Corona-Krise dann etwas klarer zu sehen. Und wie geht es in den Spielklassen unterhalb der 1. Regionalliga und im westdeutschen Nachwuchsbasketball weiter? Dort ist bisher keine einzige Partie ausgetragen worden, mehrfach hat der Verband den Saisonstart verschoben. Absagen will der WBV die Saison 2020/21 aber noch nicht. Das Zeitfenster für den Spielbetrieb wird allerdings immer kleiner.

Zweit-Regionalligisten verständigen sich gesondert

In einer Videokonferenz haben sich Verband und knapp 120 Basketball-Vereine aus NRW am Wochenende darauf verständigt, noch einen Versuch zu starten – einen letzten. Anfang Mai könnte der Startschuss für eine Kurzsaison im späten Frühling und Frühsommer fallen. Lässt die Pandemie dies nicht zu, würde die Spielzeit für alle Klassen unterhalb der Oberliga und die Jugend abgesagt. Die Klubs der 2. Regionalliga wollen sich demnächst noch gesondert verständigen. Bei den Hertener Löwen müssten und könnten sie mit einer solchen Entscheidung leben.

„Ich verstehe ja, dass alle in die Halle und endlich spielen wollen. Aber wir sollten vorsichtig sein“, sagt Hermann Zechel. Der Löwen-Vorsitzende mahnt zur Vorsicht: „Nicht, dass wir noch die Saison 2021/22 gefährden.“ Die soll schließlich im September starten. Diesmal bitte pünktlich.

Hülsmann-Verbleib in Recklinghausen noch offen

Noch ist keine Entscheidung gefallen, wie es auf der Trainerbank bei Citybasket Recklinghausen weitergeht. Der Klub würde gerne mit Johannes Hülsmann weiter zusammenarbeiten, der Coach selbst fühlt sich ebenfalls bei den Festspielstädtern wohl. Bleibt aber die Frage, ob Hülsmann Beruf und Trainerjob unter einen Hut bringen kann.

Der angehende Lehrer bestreitet nämlich bald sein Praxissemester. Eine Deadline, bis wann es zu einer Entscheidung bei der Trainerfrage kommen soll, gibt es nicht. „Ich bin aber mit unserem Sportdirektor Georg Kleine in ständigem Austausch“, meinte Hülsmann gestern.

Vorläufig in seine amerikanische Heimat zurückgekehrt ist unterdessen Nathan Davis. Nachdem der Restart Anfang März nun endgültig zu den Akten gelegt werden musste, macht ein Verbleib von Davis zunächst nur wenig Sinn. Eine Rückkehr gilt allerdings als nicht ausgeschlossen. Hülsmann bezeichnet den Amerikaner als „charakterlich und sportlich super Typen.“ Vieles läuft zudem bei Citybasket darauf hinaus, dass der Großteil des Kaders auch in 2021/2022 aufläuft.

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