Lutz Holste (LG Dorsten)
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Keine Hallenmeisterschaften: Die Absage trifft auch die Athleten aus dem Kreis wie Lutz Holste (LG Dorsten, vorn), hier in der Dortmunder Körnig-Halle.

Leichtathletik

Kein „Bahn frei“ - das sind die Reaktionen nach der Absage der Hallenmeisterschaften

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Die für Anfang 2021 geplanten Hallenmeisterschaften der Leichtathleten fallen aus. Auch die Vorbereitung für die Stadionsaison könnte schwierig werden.

Ende Oktober hatte die Leichtathletik noch Hoffnung, die Wintersaison trotz Corona retten zu können. Angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen und der Signale aus der Politik hat der Westfälische Fußball- und Leichtathletikverband nun aber entschieden: Alle für Anfang 2021 geplanten Hallenmeisterschaften fallen aus. Ein Novum in der Geschichte des Verbandes.

Mit der Absage steht der FLVW nicht allein. Zuvor hatte der Landesverband Nordrhein seine Hallenmeisterschaften gestrichen. Nicht betroffen ist die DM der Frauen und Männer, die im Februar in Dortmund stattfinden soll, notfalls ohne Zuschauer.

„Die Entscheidung des Verbandes ist nachvollziehbar“, sagt Ludger Zander, Vorsitzender im Kreisleichtathletikausschuss und Trainer beim Recklinghäuser LC, der noch auf eine wie auch immer geartete Durchführung des Silvesterlaufs hofft. Da der Lockdown für den Amateursport in den Dezember hinein verlängert werden dürfte, sei an eine gezielte Vorbereitung ohnehin nicht zu denken, so Zander. Zumindest nicht flächendeckend.

Während im Leichtathletikkreis Recklinghausen Stadien und Hallen dicht sind, wird an einigen anderen Standorten offenbar munter trainiert: Weil die Eigentümer der Sportanlagen ein Auge zudrücken. Ludger Zander mag es der Konkurrenz nicht einmal verdenken. Die Leichtathletik sei doch ein sehr corona-tauglicher Sport: „Warum sollen beispielsweise im Stadion Hohenhorst nicht ein paar Leute rennen dürfen, wenn sie Abstand halten? Das erschließt sich mir nicht“, sagt der Hertener.

Der FLVW will mit der Absage der Hallensaison Athleten und Trainern Planungssicherheit verschaffen. Die könnten sich nun „in aller Ruhe auf die Freiluftsaison 2021 vorbereiten“, heißt es beim Verband. Wirklich? Vor allem in den technischen Disziplinen werden die Grundlagen für die Freiluftsaison im Winter gelegt. „Was soll ich meinen Athleten sagen? Geht in den Wald und stemmt umgefallene Bäume?“, fragt der Halterner Franz-Josef Sträter, der beim SuS Olfen die Werfer coacht und Landesdisziplintrainer Hammerwurf ist. „Wenn wir auch im Dezember nicht in den Kraftraum dürfen, sehe ich für das nächste Jahr schwarz.“ Und auch Ludger Zander macht sich Sorgen um den Leistungsstand seiner Athletinnen und Athleten.

Die seien zwar engagiert und ziemlich kreativ, was das individuelle Training angeht. Sprinter könnten aber nicht den ganzen Winter über im Dunkeln durchs Gelände laufen. „Die müssen irgendwann auch mal wieder die Spikes überziehen und auf einer Kunststoffbahn laufen. Sonst ist der Sommer in Gefahr.“

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